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	<title>Ronald J. Pohoryles &#187; Xenophobie</title>
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	<description>Blog von Ronald J. Pohoryles, Europasprecher des Liberalen Forum.</description>
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		<title>Die Kandidatur von Barbara Rosenkranz darf von der Gefahr des Rechtsradikalismus in ganz Europa nicht ablenken</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 14:18:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Kandidatur von Barbara Rosenkranz ist nicht deshalb unerfreulich, weil sie kandidiert.Wäre Österreich nur das Kärnten Europas, so wäre dies zwar für uns schrecklich peinlich, gesamteuropäisch nicht so tragisch. Das eigentlich gefährliche Problem ist, dass der Rechtsradikalismus in nahezu allen europäischen Ländern im Aufschwung ist.
Österreich hat eine besondere Rolle im Nazi-Regime gespielt, und eine besonders unsympathische. Aufeinander zeigen gilt aber nicht: Faschismus, Rechtsradikalismus und wachsender Fremdenhass  sind ein gesamteuropäisches Problem. Damals, wie auch heute.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kandidatur von Barbara Rosenkranz ist nicht deshalb unerfreulich, weil sie kandidiert. Dieses Recht steht ihr durchaus zu, sofern sie die rechtlichen Voraussetzungen dafür erfüllt; am Verbotsgesetz mag sie knapp vorbeigeschrammt sein; aber knapp daneben ist eben auch daneben. Das Ärgernis ist, dass sie ein durchaus relevantes Ergebnis einfahren könnte.</p>
<p>Ein gutes Ergebnis für Frau Rosenkranz wäre die – den Wählerinnen und Wählern durchaus bewusste &#8211; Unterstützung  ihres Weltbilds, dass keinerlei scharfe Grenzen gegenüber dem Nationalismus und seiner Verbrechen aufweist. So meinte sie etwa in einem KURIER-Interview, sie würde ein Geschichtsbild vertreten, das sie in der Schule gelernt habe. Der Interviewer fragte nicht nach, was das denn bedeute: In Österreichs Mittelschulen war in jener Zeit, als Frau Rosenkranz  in die Schule ging, das Ende des Geschichtsunterrichts mit dem Ende des ersten Weltkriegs erreicht&#8230;</p>
<p><span id="more-1155"></span>Im Großen und Ganzen vertritt Frau Rosenkranz aber ein Weltbild, das dem der FPÖ entspricht. Sie gilt dort sogar als die &#8220;Grande Dame&#8221;, nach dem Bekunden der Partei steht sie, sogar dort,  &#8221;in der Mitte&#8221;.  Überraschend ist nur, wie salonfähig diese Partei gilt und dass Teile der ÖVP sogar bereit sind, diese zu unterstützen; nicht zu vergessen, dass die ÖVP die FPÖ sogar jahrelang in einer Koalition akzeptierte – jene &#8220;Kellernazis&#8221;, die in der Zeit der SPÖ-FPÖ-Koalition untergetaucht waren und erst mit Jörg Haider wieder an die Oberfläche kamen, was ein oft übersehener Unterschied zwischen der SPÖ-FPÖ- und FPÖ-ÖVP-Koalition ist. Aber das ist hier nicht das Thema.</p>
<p>Wäre Österreich nur das Kärnten Europas, so wäre dies zwar für uns schrecklich peinlich, gesamteuropäisch nicht so tragisch. Das eigentlich gefährliche Problem ist, dass der Rechtsradikalismus in nahezu allen europäischen Ländern im Aufschwung ist.</p>
<ul>
<li>Es ist in Italien keineswegs verpönt, die Verdienste Mussolinis zu loben. Die Partei der Enkelin Mussolinis ist zwar nicht so stark wie die FPÖ in Österreich, aber die – angeblich geläuterten – Neofaschisten sind zusammen mit anderen Rechtspopulisten in einer Regierung unter Berlusconi, der sie selbst noch in einer Zeit salonfähig gemacht hatte, als diese offener Mussolini-Verehrung huldigte. In einem Luxushotel am Lago Maggiore, wo ich an einer Konferenz teilnahm, wird heute noch damit geworben, dass Mussolini dort Stammgast war.</li>
<li>In Frankreich hat Le Pen bei der vorletzten Präsidentschaftswahl über 20% der Wählerinnen und Wähler überzeugt; im ersten Wahlgang hatte er problemlos den Kandidaten der Sozialdemokraten, Lionel Jospin, geschlagen.</li>
<li>In England haben Rechtsradikale Sitze im Unterhaus, Abgeordnete dieser Partei sind vom Volk ins Europaparlament entsandt worden.</li>
<li>In Ungarn hat die extrem rechtskonservative FIDESZ Chancen, den nächsten Regierungschef zu stellen. Diese Partei wird von der EPP, der Partei der Europäischen Konservativen, und Kommissionspräsident Barroso unterstützt, zuletzt bei ihrem vor einer Woche abgehaltenen Kongress in Budapest.  Eine FIDESZ-Regierung darf wohl auch mit dem Wohlwollen der rassistischen JOBBIK rechnen, die gleichfalls Abgeordnete im Europa-Parlament stellt und auch erdrutschartig im ungarischen Parlament Einzug halten dürfte. JOBBIK ist offen aggressiv hetzend, gegen Roma ebenso wie gegen Jüdinnen und Juden.</li>
<li>In der Slowakei regiert die Sozialdemokratie mit einer radikal-nationalistischen Partei, die, ebenso wie die JOBBIK,  nicht zuletzt durch ihre Angriffe auf Roma ihre Gefährlichkeit demonstriert hat.</li>
</ul>
<p>Die Probleme mit dem Rechtsextremismus in Europa haben durchaus ihre Tradition: Länder wie beispielsweise Frankreich und Italien waren schon in der Zwischenkriegszeit von faschistischen Regimen regiert, die weithin als legitim galten und denen die Kollaboration mit den Nazis leicht gefallen war.  Tony Judt zeigt in seinem 2007 erschienen Buch &#8216;Postwar&#8217; (Random House &#8211; Pimplico), zu welchen Problemen dies in der Nachkriegszeit geführt hatte: Die gesamte nationale Administration war Teil des faschistischen Systems, womit es  zu so skurrilen Situationen kam, dass etwa ¾ jener Richter, die in Frankreich Kollaborateure aburteilten, selbst als Richter im Vichy-Regime tätig waren.   Zwar gab es in Frankreich die &#8220;épuration&#8221;, also die Entnazifizierung, es folgten aber bald großflächige Amnestien. Schon der Nachkriegsregierung de Gaulle dienten Würdenträger des Pétain-Regimes, die wohl skurrilste Karriere machte François Mitterand, der unter Vichy dekorierter Spitzenbeamter war, hernach Minister unter de Gaulle, schließlich sozialistischer Präsident und Ikone der französischen Linken. Nicht zufällig, dass er in mehreren Fällen seine schützende Hand über Kameraden aus der Vichy-Zeit hielt&#8230;</p>
<p>Mussolini wurde von seinem eigenen Marschall Pietro Badoglia gestürzt und nach Salò vertrieben worden. Das Gesetz zur Sanktionierung von Kollaborateuren schränkte die Verfolgung der Nazi-Sympathisanten ausdrücklich auf jene ein, die unter Mussolini in Salò gedient hatten.</p>
<p>Es zeigt sich, dass es in nahezu allen europäischen Ländern problematisch ist, sich ausschließlich als Opfer der Nazi-Aggression darzustellen, wie dies auch Österreich getan hatte.</p>
<p>Das soll in keiner Weise davon ablenken, dass Österreich eine besondere Rolle im Nazi-Regime gespielt hatte, und eine besonders unsympathische. Aufeinander zeigen gilt aber nicht: Faschismus, Rechtsradikalismus und wachsender Fremdenhass  sind ein gesamteuropäisches Problem. Damals, wie auch heute.</p>
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		<title>Der ELDR Council wird  am 12. März in Rom über aktuelle Probleme Europas beraten</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 12:05:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 13. März findet in Rom ein Treffen des zweithöchsten Gremiums der Europäischen Liberalen, Demokratischen und Reformpartei ELDR über zentrale Themen beraten; desweiteren findet am 14. März eine öffentliche Veranstaltung der italienischen liberalen &#8220;Italia di Valori&#8221; zum Thema Pressefreiheit statt. Am 15.3. werden interne Probleme behandelt. Zum Thema Migration geht es vorwiegend um die Frage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 13. März findet in Rom ein Treffen des zweithöchsten Gremiums der Europäischen Liberalen, Demokratischen und Reformpartei ELDR über zentrale Themen beraten; desweiteren findet am 14. März eine öffentliche Veranstaltung der italienischen liberalen &#8220;Italia di Valori&#8221; zum Thema Pressefreiheit statt. Am 15.3. werden interne Probleme behandelt.</p>
<p>Zum Thema Migration geht es vorwiegend um die Frage einer <strong>respektvollen Behandlung von Migrantinnen und Migranten</strong>, die deren Menschenrechte auch Rechnung trägt. Dabei wird nicht nur die europäische Ebene berücksichtigt, sondern auch die Fähigkeit der einzelnen Mitgliedsstaaten, entsprechende Migrationspolitik zu konzipieren und zu implementieren. Das Initiativreferat wird vom Vizepräsidenten der ELDR, dem Abgeordneten <em>Leoluca Orlando </em>(PdV) gehalten.</p>
<p>Die Präsidentin der ELDR, <em>Annemie Neyts-Uyttebroek, </em>(Open VLD) wird eine Resolution zum Thema des <strong>Außendienstes der Europäischen Union</strong> zur Stärkung der Position Europas in der Weltpolitik einbringen.</p>
<p>Weiters steht ein <strong>Meinungsaustausch zur aktuellen Finanzkrise in Griechenland und anderen europäischen Mitgliedsstaaten </strong>und deren Auswirkungen auf die Europäische Situation statt.</p>
<p>Die <strong>Pressefreiheit </strong>ist im besonderen Ausmaß in Italien gefährdet, weshalb die italienische Mitgliedspartei IdV die ELDR-Ratsmitglieder zu einem Symposium zu diesem Thema einlädt.</p>
<p>Ein wesentliches Thema wird auch die Vorbereitung zum <strong>Kongress der ELDR</strong> am 14. und 15. Oktober in Helsinki sein, zu dem das LIF 9 stimmberechtigte Delegierte entsenden wird.</p>
<p>Österreich wird durch den LIF-Europasprecher Ronald Pohoryles beim Council vertreten sein.</p>
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		<title>Faschingsbeitrag: Stadlers BZÖ wird in der Presse wieder einmal als &#8220;liberal&#8221; etikettiert</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 23:47:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist schon amüsant, wie &#8220;Die Presse&#8221; unentwegt versucht, das BZÖ als &#8220;wirtschaftsliberale&#8221; Partei dazustellen. Oliver Pink hat es am 7.2. in der Presse schon wieder getan. Europas Liberale sind mittlererweile über diese Manie der österreichischen Presse besorgt. Die FDP hat jüngst klargestellt, dass das BZÖ mit Liberalismus nichts zu tun hat und die Behauptung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon amüsant, wie &#8220;Die Presse&#8221; unentwegt versucht, das BZÖ als &#8220;wirtschaftsliberale&#8221; Partei dazustellen. Oliver Pink hat es am 7.2. in der Presse schon wieder getan. Europas Liberale sind mittlererweile über diese Manie der österreichischen Presse besorgt. Die <a href="http://www.pohoryles.at/2010/01/11/fdp-leutheusser-schnarrenberger-bzo-ist-nicht-die-osterreichische-fdp/" target="_blank">FDP hat jüngst klargestellt, dass das BZÖ mit Liberalismus nichts zu tun hat</a> und die Behauptung des BZÖ, eine österreichische FDP zu sein, reiner Etikettenschwindel ist. <span id="more-1112"></span>&#8220;Die Presse&#8221; weiß das aus einer Presseaussendung des Liberalen Forums, und gerade Oliver Pink sollte das wissen: Schließlich war er als &#8220;Presse&#8221;-Berichterstattung beim ELDR-Kongress im November vergangenen Jahres in Barcelona und konnte sich dort überzeugen, dass die xenophoben, homophoben und minderheitenfeindlichen Einstellungen, die auch Bucher auf der BZÖ-Homepage affichiert, mit Liberalismus, wie man ihn in Österreich versteht, nichts zu tun hat. Die ELDR anerkennt das Liberale Forum als einzige liberale Kraft in Österreich. Nur die Forderung zu stellen, keine Steuererhöhungen zu beschließen, um das horrende Staatsdefizit zu verringern, ist kaum ausreichend, um in Europa als liberal zu gelten. Es wäre an der Zeit für ein Qualitätsmedium wie &#8220;Die Presse&#8221;, Liberalismus, wie Europa ihn definiert, endlich zur Kenntnis zu nehmen. Oder soll Österreich zum Kärnten Europas verkommen?</p>
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		<title>Der Mensch möge nicht trennen, was Haider zu vereinen gesucht hat&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 15:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein fast metaphysisches Metaphor, freilich zu Recht: Niemand wird wohl ernsthaft überraschen, dass Jörg Haider schon zu Lebzeiten versucht hatte, die beiden Zwillinge BZÖ und FPÖ zu einen; noch 2008 hatte er seinen einstigen Opponenten Norbert Steger ersucht, einen Kompromiss zwischen ihm und Strache zu erreichen, um das &#8220;Lager&#8221; zusammenzuführen. Lediglich besonders phantasiereichen Journalisten ist das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein fast metaphysisches Metaphor, freilich zu Recht: Niemand wird wohl ernsthaft überraschen, dass Jörg Haider schon zu Lebzeiten versucht hatte, die beiden Zwillinge BZÖ und FPÖ zu einen; noch 2008 hatte er seinen einstigen Opponenten Norbert Steger ersucht, einen Kompromiss zwischen ihm und Strache zu erreichen, um das &#8220;Lager&#8221; zusammenzuführen. Lediglich besonders phantasiereichen Journalisten ist das BZÖ, das immerhin (noch) einen &#8220;Ehre ist Treue&#8221;-Windbolz, einen &#8220;wehrhaften Christen&#8221; Stadler und noch einige &#8220;Liberale&#8221; dieses Kalibers zu den Seinen zählt, als &#8220;rechtsliberal&#8221; erschienen. Uwe Scheuch und sein Freund HC Strache haben schon Recht: Sie sind die eigentlichen Erben der Vision des Stammvaters. Bucher bleibt immer noch ein Refugium beim rechten Flügel der ÖVP; Innenministerin Maria Fekter würde sich sicher über Zuwachs freuen&#8230;</p>
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		<title>Bucher, Scheuch, Strache &amp; Co; nicht zu vergessen: Niessl und Fekter</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 11:46:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwei der österreichischen Spezialitäten: Wenig von Liberalismus zu verstehen und der mangelnde Widerstand gegen Xenophobie und Rassismus. Auf den ersten Blick hängen die beiden Dinge hängen wenig zusammen; bei genauerem Hinsehen allerdings schon: Wer in den letzten Tagen die Diskussionen zwischen SPÖ und ÖVP um Asylpolitik im allgemeinen und das dritte Erstaufnahmelager im besonderen verfolgt hat erkennt kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei der österreichischen Spezialitäten: Wenig von Liberalismus zu verstehen und der mangelnde Widerstand gegen Xenophobie und Rassismus. Auf den ersten Blick hängen die beiden Dinge hängen wenig zusammen; bei genauerem Hinsehen allerdings schon: Wer in den letzten Tagen die Diskussionen zwischen SPÖ und ÖVP um Asylpolitik im allgemeinen und das dritte Erstaufnahmelager im besonderen verfolgt hat erkennt kaum her einen Unterschied zu FPÖ und BZÖ. Xenophobie ist &#8220;mehrheitsfähig&#8221; geworden, auch unter den politischen &#8220;Eliten&#8221;. Damit fällt es den Medien leicht, das &#8220;Dritte Lager&#8221; immer wieder als &#8220;rechtsliberal&#8221; einzustufen, was natürlich Unsinn ist.  Im besonderen wird das BZÖ als &#8220;rechtsliberal&#8221; hochgelobt. Die Diskussion zwischen Strache und Bucher im gestrigen ORF-Roundtable &#8220;Im Zentrum&#8221; hat gezeigt: inhaltlich gibt es keine Unterschiede. Und beide werben um die Kärntner Landesorganisation, die wohl nicht einmal österreichische Medien als &#8220;rechtsliberal&#8221; bezeichnen würde.<span id="more-1075"></span></p>
<p>Österreichische Spezialität: Als sich in Frankreich 1998 Bruno Mégret, damals Generalsekretär von Le Pens &#8220;Front national&#8221;, von dieser abgespalten und seine eigene Partei, die &#8220;Mouvement national républicain&#8221; gegründet hatte, wäre keine der beiden Partei in der französischen oder internationalen Presse als &#8220;rechtsliberal&#8221; bezeichnet worden; und um beide Parteien wurde ein &#8220;cordon sanitaire&#8221; errichtet: Weder auf nationaler noch auf regionaler Ebene wurde eine Allianz mit einer der beiden Parteien zugelassen.  </p>
<p>In Österreich gelten beide, spätestens seit 2000, als koalitionsfähig. Und bedenkenlos werden die Inhalte dieser beiden übernommen. Interviews mit Niessl im &#8220;profil&#8221;, aber auch mit darabos, der das Verteidigungsministerium als &#8220;Spiegelministerium&#8221; des Innenministeriums bezeichnet, belegen dies. Polemisch formuliert: Im Burgenland schießt man auf Einrecher nicht mehr mit Handfeuerwaffen, sondern gleich mit Panzern: Bundesheereinsatz gegen, ohnedies &#8211; wie das &#8220;profil&#8221; zahlenmäßig belegt &#8211; geringe, Kriminalitätsbelastung. Und Xenophobie als politisches Kleingeld; von Niessl, Darabos, Faymann und Co. ebenso wie von Fekter, die gleich Internierung von Asylsuchenden fordert. Es gilt der generalverdacht: Asylsuchende sind in deren Augen Kriminelle.</p>
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