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	<title>Ronald J. Pohoryles &#187; Nahost</title>
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	<description>Blog von Ronald J. Pohoryles, Europasprecher des Liberalen Forum.</description>
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		<title>EU und Türkei: Gefährliche Entzweiung</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 20:51:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Hysterie, die über den möglichen Beitritt der Türkei zur EU erzeugt wurde, ist künstlich aufgebauschter Populismus und ein Nachgeben gegenüber den populistisch-islamophobischen Strömungen. Bedauerlicherweise hat auch die Türkei daraus die - falschen - Konsequenzen gezogen. Es ist an der Zeit, wieder zu einem fairen Dialog- und Verhandlungsprozess zurückzukehren. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Ich bin von mehreren Menschen, neuerdings auch aus FDP-Kreisen, über die Position des LIF zur Türkei-Frage befragt worden. Es gibt in der Tat seitens des LIF keine konkret ausformulierte Stellungnahme dazu.<br />
Jedoch herrscht Einigkeit über folgende Punkte:</p>
<ol>
<li>Gegenwärtig stellt sich die Frage des Beitritts der Türkei nicht, sondern lediglich Beitrittsverhandlungen. Diese sind per definitionem ergebnisoffen. Die Verhandlungen müssen von beiden Seiten offen geführt werden. In der gegenwärtigen Situation ist die Türkei nicht aufnahmefähig, und die türkische Seite fordert auch keinen unmittelbaren Beitritt.</li>
<li>Für Europa heißt das, dass die Türkei alle Kriterien eines Mitgliedsstaates erfüllen muss und es keinen &#8220;Beitrittsrabatt&#8221; geben kann. Umgekehrt müssen die Verhandlungen auch von seiten Europas ehrlich geführt werden. Das bedeutet, dass der Beitritt auch vollzogen wird, sobald die Türkei die entsprechenden Kriterien auch erfüllt.</li>
<li> Anerkannt muss, dass die Türkei nach Aufnahme der Verhandlungen mit der Europäischen Kommission wesentlich Fortschritte im Annäherungsprozess gemacht hat. Umgekehrt gibt es eine Reihe von Problemen, deren Lösung dringlich ist. Außenpolitisch geht es dabei etwa um die Lösung des Zypern-Konflikts sowie um die Rolle der Türkei im Nahen und Mittleren Osten, die der Politik der Europäischen Union und deren Mitgliedsstaaten zuwiderläuft. Innenpolitisch sind eine Reihe von Menschenrechten nicht entsprechend den europäischen Werten gelöst. </li>
<li>Mit tiefer Sorge beobachtet das Liberale Forum, dass die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei in manchen EU-Mitgliedsstaaten, etwa in Frankreich, Deutschland und Österreich, zum innenpolitischen Kleingeld verkommen und populistische Ressentiments verstärken. Bereits das Kriterium der Aufnahmefähigkeit seitens der EU hat populistische Züge. Eine modernisierte Türkei bietet eine gewaltigen Markt für die europäischen Mitgliedsstaaten. Weitaus schlimmer sind aber populistische Angriffe auf die Türkei, aber auch die Überlegungen mancher Mitgliedsstaaten, über den Beitritt der Türkei nach Abschluss der Verhandlungen eine nationale Volksabstimmung durchzuführen.</li>
<li> Argumentiert wird dies oft mit kaum verhohlener Islamophobie. Das Liberale Forum erinnert daran, dass Europa in der Tradition der Aufklärung Religion als Privatsache der Bürgerinnen und Bürger definiert hat. Europa ist eine Wertegemeinschaft auf laizistischer Ebene; Religionsfreiheit gehört zu den europäischen Grundwerten.Die Mehrheitsreligion einer Bevölkerung kann kein Kriterium für oder gegen die Aufnahme eines Staates in die Europäische Union sein.</li>
<li> Mit großer Sorge muss auch beobachtet werden, dass sich &#8211; als Reaktion auf die wachsende Ablehnung der Türkei in manchen europäischen Staatskanzleien &#8211; in der Türkei wachsende Ablehnung Europas breit macht. Auch hier hat die Staatsführung populistisch agiert und sein Interesse auf den Nahen und Mittleren Osten verlagert. Die Türkei vergibt damit als Regionalmacht ein  wesentliches Atout in den Verhandlungen mit der EU, nämlich die sicherheitspolitisch für Europa wichtige Funktion als Vermittler. Die Türkei hat sich im Nahost-Konflikt von einer Vermittlerrolle wegbewegt und unterstützt auch radikale Palästinenserorganisationen. Auch in der Iran-Frage hat sich die Türkei gegen die europäischen Positionen gestellt. </li>
<li> Der Annäherungsprozess zwischen der Europäischen Union und der Türkei muss eine neue Dynamik bekommen. Beide Seiten müssen dazu ihrer Verantwortung gerecht werden.</li>
</ol>
]]></content:encoded>
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		<title>Ist islamischer Antisemitismus koscherer? – Zum Interview des KURIER am 23.6. mit John Bunzl</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 08:47:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wahl 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bunzl]]></category>
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		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Erstaunen habe ich folgende Aussage John Bunzls in der letzten Ausgabe des KURIER gelesen. Zur Frage nach dem ansteigenden Antisemitismus meinte er: &#8220;Es gibt einen qualitativen Unterschied zwischen Antisemitismus und Israel-Kritik. Daher kommen die Zahlen, der Antisemitismus würde zunehmen (&#8230;) Oft sind es Migranten aus dem arabischen Raum, die nicht nach dem traditionellen christlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Erstaunen habe ich folgende Aussage John Bunzls in der letzten Ausgabe  des KURIER gelesen. Zur Frage nach dem ansteigenden Antisemitismus meinte  er: &#8220;Es gibt einen qualitativen Unterschied zwischen Antisemitismus und Israel-Kritik. Daher kommen die Zahlen, der Antisemitismus würde  zunehmen (&#8230;) Oft sind es Migranten aus dem arabischen Raum, die nicht nach dem traditionellen christlichen Antisemitismus handeln&#8221;.</p>
<p>Damit stellt sich die interessante Frage, ob der Antisemitismus von Migranten  mit islamischem Hintergrund – übrigens in ihrer Mehrheit Türken und nicht  aus dem arabischen Raum, legitim ist. Die Israelische Kultusgemeinde hat penibel antisemitische Übergriffe dieses &#8220;anderen&#8221; Antisemitismus dokumentiert. Ist es legitim, dass jüdische Kinder, die an ihrer  Kleidung als solche erkennbar sind, von Jugendlichen mit Migrationshintergrund  geschlagen und bespuckt werden? Ist es legitim, dass nazi-ähnliche Parolen gegen  Jüdinnen und Juden bei einer Demonstration gegen die Seeblockade gegen Gaza  mitgeführt werden? Ist es legitim, dass Taxifahrer es ablehnen, Rabbiner zu fahren (verstößt übrigens gegen die Taxiordnung)? Ist daran vielleicht Israel  schuld?</p>
<p>Vielleicht noch dieses: Wenn Bunzl der Auffassung ist, dass antisemitische Aktivitäten mit islamischem Hintergrund KEINEN österreichischen Antisemitismus darstellen, so nähert er sich auf subtile Weise jenem rechten populistischen Eck an, der auch der 2. und 3. Generation von Migrantinnen und Migranten das Recht abspricht, &#8220;echte Österreicher&#8221; zu sein.</p>
<p>Man erinnert sich daran, dass Herr Bunzl am ÖIIP arbeitet; jenem Institut,  das im Vorjahr in Zusammenarbeit mit der Islamischen Republik eine Tagung zu  den friedlichen Absichten der Nuklearforschung im Iran abhielt. Das  anschließende Buffet wurde von der iranischen Botschaft finanziert. Da wird man wohl  fein zwischen dem (illegitimen) christlichen Antisemitismus und dem  (scheinbar legitimen) islamischen unterscheiden müssen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zum Konflikt um die Gaza-Blockade: Reaktionen in der Türkei und in Israel</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 09:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[Sowohl in der Türkei als auch in Israel hat der jüngste Zwischenfall zu Reaktionen geführt. Der Führer der türkischen Opposition, der kemalistische Abgeordnete Kemal Kilicdaroglu, hat den Premierminister Recep Tayyip Erdoğan scharf angegriffen. Dessen hysterischen Angriffe auf Israel waren in seiner Sicht &#8211; aus innenpolitischen Gründen &#8211; völlig übertrieben: &#8220;Unsere Partei hat einen vorsichtigeren Ansatz: Außenpolitik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sowohl in der Türkei als auch in Israel hat der jüngste Zwischenfall zu Reaktionen geführt.</p>
<p>Der Führer der türkischen Opposition, der kemalistische Abgeordnete Kemal Kilicdaroglu, hat den Premierminister Recep Tayyip Erdoğan scharf angegriffen. Dessen hysterischen Angriffe auf Israel waren in seiner Sicht &#8211; aus innenpolitischen Gründen &#8211; völlig übertrieben: &#8220;Unsere Partei hat einen vorsichtigeren Ansatz: Außenpolitik kann nicht auf falsch verstandenem Heldenmut beruhen, sondern auf Vernunft. Der Außenminister soll die Korrespondenz mit Israel veröffentlichen um zu zeigen, ob Israel die Türlei gewarnt hat oder nicht.&#8221;</p>
<p>In Israel hat die Abraham-Foundation vor einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen den Palästinensern und den Israelis gewarnt.</p>
<p><span id="more-1320"></span></p>
<p>Die <a title="Abraham Foundation" href="www.AbrahamFund.org" target="_blank">Abraham-Foundation</a>, eine der wichtigsten bi-nationalen NGOs in der nahöstlichen Region, hat in ihrem Statement die Bedeutung der Herausforderungen für die Zukunft unterstrichen und auf die ernsthaften Probleme verwiesen, die  durch den Konflikt um die sogenannte Friedensflottilie überdeckt wurde. Mit dem Gießen von Öl ins Feuer konnte noch nie ein nachhaltiger Fortschritt erreicht werden.</p>
<p>Ami Nahshon, der international Präsident der Stiftung, hat auf eine gemeinsame Erklärung der beiden israelischen Ko-Direktoren Mohammad Darawshe and Amnon Be&#8217;eri-Sulitzeanu hingewiesen, in der es heißt:</p>
<p>&#8220;Angesichts der aktuellen Krise rufen wir die israelische und arabische Führung in gleicher Weise dazu auf, dass sie über die jüdisch-arabischen Beziehungen am Tag danach denken: Es geht darum, eine Atmosphäre zu schaffen, die das Leben zwischen zwei Völkern (auf der Basis gegenseitigen Respekts) möglich macht.&#8221;</p>
<p>Besorgnis äußern die Direktoren im besonderen über die inner-israelische Situation. Sie unterstreichen das Recht der arabischen Bevölkerung, ihre Meinung au &#8220;legale, organisiert und gewaltfreie Weise zum Ausdruck zu finden, ohne unnötige Konfrontationen zu provozieren.&#8221; In gleicher Weise fordern sie aber die israelische Regierung und Polizei auf, &#8220;die Empfehlungen der Orr-Kommission umzusetzen, die die Pflicht der Behörden unterstrichen hat, die Rechte der arabischen Bevölkerung auf legitime Proteste zu unterstützen. Der Dialog mit der Führung der arabischen Gesellschaft in Israel muss gestärkt werden, um unnötige Spaltungen zu vermeiden, die zur Aufheizung der Situation und zur Verstärkung der Gefühle der Entfremdung und der Wut führen könnte&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Israel verurteilen, ohne die Untersuchung abzuwarten?</title>
		<link>http://www.pohoryles.at/2010/06/08/israel-verurteilen-ohne-die-untersuchung-abzuwarten/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 13:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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		<description><![CDATA[Die tötlichen Schüsse an Board der "Mavi Marmara" waren ohne Zweifel tragisch; das wäre zu verhindern gewesen, wenn die Soldatinnen und Soldaten auf den Einsatz besser vorbereitet gewesen wären. Dennoch: Es ist durchaus wahrscheinlich, dass Israel dazu das Recht zur Durchsuchung der Flotte hatte. Israel hatte versprochen, deren Ladung nach Durchsuchung im Hafen von Ashdod an die Empfänger zuzustellen - was Israel auch getan hatte. Die Lieferung wurde aber von der Hamas abgelehnt. Was zeigt, dass Hamas und die IHH ganz andere Ziele verfolgte...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem ersten Schock über den Einsatz der israelischen Armee mehren sich auch die Stimmen, die vor einer einseitigen Schuldzuweisung warnen. Insbesondere die Frage, ob in internationalen Gewässern Schiffe untersucht werden dürfen, wenn etwa illegale Waffentransporte vermutet werden, ist keineswegs  so eindeutig zu beantworten: Durchaus wahrscheinlich, dass Israel dazu das Recht hatte.</p>
<p>Israel hatte versprochen, nach Durchsuchung der Hilfsgüter im Hafen von Ashdod diese in den Gazastreifen weiterzutransportieren. Dies ist auch tatsächlich geschehen. Doch darum ging es den Aktivisten ja nicht, die keineswegs nur Friedensaktivisten waren. Die deutsche <a title="TAZ ad Gaza" href="http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/maertyrer-an-bord/" target="_blank">TAZ</a> hat beispielsweise über den Hintergrund der Organisatoren berichtet. Die Türkei benutzt den Vorfall einmal mehr dazu, sich eine Führungsposition in der arabischen Welt zu verschaffen. Europa hat daran freilich mit seiner ablehnenden Politik gegenüber der Türkei das Seine dazu beigetragen&#8230;</p>
<p>In der Washington Post hat der Kolumnist <a title="Krauthammer ad Gaza" href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/06/03/AR2010060304287.html" target="_blank">Charles Krauthammer </a>einen interessanten Kommentar verfasst, den <a title="Krauthammer-Übersetzung von Eppinger" href="http://eppinger.wordpress.com/2010/06/05/diese-lastigen-juden/">Thomas Eppinger </a>auf seinem Blog dankenswerterweise übersetzt hat.</p>
<p>Die tötlichen Schüsse an Board der &#8220;Mavi Marmara&#8221; waren ohne Zweifel tragisch; das wäre zu verhindern gewesen, wenn die Soldatinnen und Soldaten auf den Einsatz besser vorbereitet gewesen wären. Das häufig gehörte Argument, die Soldaten wären auf gewaltsamen Widerstand nicht vorbereitet gewesen, ist schwach; und wenn es stimmt, mehr als peinlich. Schließlich sind Geheimdienste dazu da, auf solche Möglichkeiten hinzuweisen. Und der Organisator, die durchaus nicht unbekannte islamistische IHH, die neben humanitärer Hilfe auch für Waffenschmuggel bekannt ist, war bekannt&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Nahost: Trotz der Provokationen von beiden Seiten muss der Friedensprozess weitergehen</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 06:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
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		<category><![CDATA[Nahost-Konflikt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die näheren Umstände der israelischen Militäraktion gegen den Versuch, die Blockade des Gaza-Streifens zu brechen, sind derzeit ungeklärt. Die Tötung von zivilen Aktivisten durch die israelische Armee ist ohne jede Zweideutigkeit zu verurteilen. Die Radikalen auf beiden Seiten haben jedenfalls ihr Ziel erreicht: Den Friedensprozess im Nahen Osten zu unterminieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die näheren Umstände der israelischen Militäraktion gegen den Versuch, die Blockade des Gaza-Streifens zu brechen, sind derzeit ungeklärt. Die Tötung von zivilen Aktivisten durch die israelische Armee ist ohne jede Zweideutigkeit zu verurteilen. Auch wenn die mangelnde Vorbereitung auf den möglichen Widerstand der Aktivisten eine Erklärung sein mag: Zu entschuldigen ist die Fehlleistung nicht. Die <a title="Pohoryles, Kritik an Israel" href="http://www.pohoryles.at/2010/05/04/zwei-appelle-zum-nahostkonflikt-die-unsere-aufmerksamkeit-verdienen/" target="_blank">Kritik an der Politik der gegenwärtigen Regierung Israels </a> hilft Israel mehr als der Hamas, wie der Appel in <a title="JCALL" href="http://www.jcall.eu" target="_blank">jcall </a>deutlich gezeigt hat: Die Politik führt Israel in die internationale Isolation.</p>
<p>Die internationale Gemeinschaft fordert zu Recht eine genaue Untersuchung nicht nur von Seiten des Militärs, sondern durch eine unabhängige Kommission.</p>
<p>Was aber fest zu stehen scheint ist, dass die die Aktivisten, die Hilfslieferungen in den Gaza-Streifen bringen wollten, nicht ausschließlich auf humanitäre Hilfe aus waren: Israel hat angeboten, die Hilfsgüter nach eingehender Kontrolle auf dem Landweg in den Gaza-Streifen zu verbringen &#8211; und hat dieses Versprechen wahr zu machen versucht. Es war die Hamas, die die Annahme der Hilfsgüter am Landweg verweigert hat, obwohl die Zivilbevölkerung diese Güter dringend benötigt.</p>
<p>Die Zweifel an der Integrität der Friedensaktivisten sind durchaus ebenso berechtigt wie an der missglückten Militäraktion: Finanziert wurde sie durch die türkische &#8220;Stiftung für Menschenrechte, für Freiheit und humanitäre Hilfe&#8221; (IHH), eine islamistische Organisation, die der Hamas nahesteht. Die Organisation funktioniert ähnlich der Hamas: In den 1990er Jahre gegründet. verfolgt sie durchaus sozial-karitative  Aufgaben. Sie verfolgt aber auch politische Ziele. Nach einem Bericht der Financial Times vom 3. Juni 2010 hat sie auch enge Kontakte mit der Al-Kaida. Sie finanziert auch die Beschäftigung von Menschen mit militärischen mit militärischem Hintergrund, um den &#8220;Heiligen Krieg&#8221;, den Djihad, voranzutreiben. Der Präsident der IHH, Bulent Yildirim, ist auf die engen Kontakte mit Hamas stolz. Die Auseinandersetzung auf dem unter türkischer Flagge registrierten Schiff &#8221;Marvi Marmara&#8221; wurde gefilmt und zeigt, dass die &#8220;Friedensaktivisten&#8221; im Unterschied zur israelischen Armee auf bewaffnete Auseinandersetzungen vorbereitet waren.  Laut des Berichts einer der Aktivistinnen gaben die Blockade-Brecher erst auf, als im Zuge der Auseinanderstzungen fünf  der bewaffneten Aktivisten erschossen wurden. Das alles rechtfertigt aber in keiner Weise die tödlichen Schüsse.</p>
<p>Die <a title="Abraham Foundation" href="www.AbrahamFund.org">Abraham Foundation</a>, eine amerikanische humanitäre NGO, die sich für das friedliche Zusammenleben der Völker im Nahen Osten einsetzt, hat eine bi-nationale Erklärung verfasst, die auf die eigentliche Grundproblematik verweist und darauf drängt, sich durch aktuelle Anlässe nicht vom eigentlichen Ziel ablenken zu lassen: Dem Frieden im Nahen Osten.   <span id="more-1292"></span></p>
<p>Hier die Erklärung der<a title="Abraham Foundation" href="www.AbrahamFund.org" target="_blank"> Abraham Foundation </a>im Detail:</p>
<p>Dear friends &#8212; These past hours have been painful ones for Israelis and for all of us, and the political debates are already raging both in Israel and internationally.  While much remains unclear about the details of yesterday&#8217;s interdiction of the Gaza flotilla, <span style="text-decoration: underline;">one thing is very clear</span> as expressed by our Israeli co-directors Mohammad Darawshe and Amnon Be&#8217;eri-Sulitzeanu in a statement released to the Israeli media.  &#8221;In managing the crisis we face today, the political leadership in Israel, Jewish and Arab alike, must think about the day after with regard to Jewish-Arab relations in the country, and the need to create an atmosphere that will support shared living among the two peoples.&#8221;</p>
<p>In response to a number of heated demonstrations around the country, the statement continued by calling on Israel&#8217;s Arab citizens and leaders to express their views in a &#8220;legal, organized, and nonviolent manner, while avoiding unnecessary confrontations.&#8221;  At the same time, The Abraham Fund called on Israel&#8217;s political leaders and police commanders to &#8220;apply the insights of the Orr Commission&#8217;s recommendations, which emphasized the duty of state authorities to enable Arab citizens the right of legitimate protest.  An ongoing dialogue with leaders of the Arab society in Israel must be encouraged in order to prevent unnecessary friction that might result in inflaming the atmosphere and enhancing feelings of alienation and rage.&#8221;</p>
<p>In that regard, our staff on the ground has been actively reaching out to our police partners and to Arab community leadership who are, in the main, doing a good job of preventing escalation of tensions.  Needless to say, we continue to encourage open channels of communications and have made ourselves fully available to the police and to the Arab leadership at all levels to advise and assist in whatever ways possible.  We are grateful to Mohammad and Amnon for skillfully leading our response to these events, and we&#8217;ll continue to keep you posted on real-time developments relevant to our work.</p>
<p>Ami Nahshon, International President</p>
]]></content:encoded>
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