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	<title>Ronald J. Pohoryles &#187; LibDems</title>
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	<description>Europäische und Internationale Angelegenheiten</description>
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		<title>Nick Clegg (Liberal Democrats): &#8220;Tax the Rich&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 16:05:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liberale verlangen Steuergerechtigkeit und einen adäquaten Beitrag der Wohlhabenden zur Sanierung der Staatshaushalte. Dies versteht beispielsweise der Chef der Liberalen in Großbritannien, Nick Clegg, als "verantwortungsvollen Kapitalismus", wie er auch im Grundatzprogramm des Liberalen Forum verankert ist. <a href="http://www.pohoryles.at/2012/01/18/nick-clegg-liberal-democrats-tax-the-rich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.pohoryles.at/2012/01/18/nick-clegg-liberal-democrats-tax-the-rich/nick-clegg/" rel="attachment wp-att-2419"><img class="alignleft size-full wp-image-2419" title="Nick Clegg" src="http://www.pohoryles.at/docs/2012/01/Nick-Clegg.jpeg" alt="" width="225" height="225" /></a><a title="Nick" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nick_Clegg" target="_blank">Nick Clegg</a> zeigt – endlich – liberales Profil: Er fordert einen <a title="i on Clegg" href="http://www.independent.co.uk/hei-fi/news/clegg-courts-public-support-with-call-for-a-tax-the-rich-budget-6290312.html?origin=internalSearch" target="_blank">„verantwortungsbewußten Kapitalismus“</a>. Für das britische Budget, das am 21. März verabschiedet werden sollen, verlangt er, dass auch die Wohlhabenden ihren Beitrag leisten sollten. Im Wortlaut: „tax the rich“: Die Programme zur Reduktion des britischen Staatsdefizits würden ansonsten unfairerweise nur den Mittelstand und die Unterschicht treffen.</p>
<p>Im besonderen fordert Nick Clegg eine Steuer auf Wohnsitze, deren Wert 2 Millionen Pfund übersteigt, Steuerprivilegien ortet er beim Verkauf von Grund und Boden sowie Häusern und Eigentumswohnungen. Die LibDems stehen geschlossen hinter dem Wirtschafts- und Steuerprogramm von Nick Clegg und fordern darüber hinaus die Besteuerung von Grund und Boden und die Streichung von Steuerprivilegien für Pensionsbeiträge bei höheren Einkommen.</p>
<p>Eine weitere Forderung betrifft die Einkommen von ausländischen Einwohnern nach siebenjährigem Aufenthalt zur Gänze in Großbritannien zu besteuern. Bisher konnten diese ihre Steuern im steuergünstigeren Ausland bezahlen.</p>
<p>Einen wichtigen Vorschlag Nick Cleggs hat dieser als „John Lewis Volkswirtschaft“ bezeichnet: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von John Lewis, der größten britischen Modekette, haben Anrecht auf Firmenaktien. Der liberale Wirtschaftsminister Ed Davey prüft derzeit, ob den Angestellten ein Recht auf den Erwerb von Firmenaktien zugestanden werden kann.</p>
<p>Diese Forderung ist übrigens bereits im <a title="Freiburger Programm der FDP" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freiburger_Thesen" target="_blank">Freiburger Programm der FDP</a> 1969 und im <a title="LIF Grundsatzprogramm" href="http://www.pohoryles.at/docs//2009/08/20090812_lif_grundsatzprogramm.pdf" target="_blank">Grundsatzprogramm des Liberalen Forums</a> enthalten.<span id="more-2418"></span></p>
<p>Im Grundsatzprogramm des Liberalen Forums heisst es:</p>
<blockquote><p>&#8220;Privateigentum stellt für uns im Wirtschaftsleben eine unverzichtbare Grundlage eigenverantwortlichen Handelns dar, findet aber wie alle anderen Grundrechte seine Grenze in der Notwendigkeit, sozialen und ökologischen Missbrauch der mit dem Eigentum verbundenen Verfügungsgewalt zu verhindern.  Der Möglichkeit zum Erwerb von persönlichem Eigentum und dessen Schutz stellen ein unverzichtbares Bürgerrecht dar. (&#8230;) Das Liberale Forum bekennt sich zur Mitarbeiterbeteiligung und zu Möglichkeiten der Erfolgs- und Gewinnbeteiligung.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der konservative Finanzminister Osborne leistet hier natürlich hinhaltenden Widerstand. Zu hoffen, dass sich die LibDems hier auch durchsetzen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kleiner Nachtrag zur Rezeption des britischen Wahlergebnisses in der österreichischen Presse – ein Beispiel aus dem KURIER</title>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 12:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für Großbritannien zwar kein Sonderfall, aber doch einer, der relativ selten vorkommt: Es gibt nach den letzten Unterhauswahlen, trotz des unfairen Wahlrechts, keine absolute Mehrheit. Das bedeutet, dass es mehrere Lösungen für die Bildung einer Regierung gibt: eine Koalitionsregierung mit &#8230; <a href="http://www.pohoryles.at/2010/05/09/kleiner-nachtrag-zur-rezeption-des-britischen-wahlergebnisses-in-der-osterreichischen-presse-%e2%80%93-ein-beispiel-aus-dem-kurier/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für Großbritannien zwar kein Sonderfall, aber doch einer, der relativ selten vorkommt: Es gibt nach den letzten Unterhauswahlen, trotz des unfairen Wahlrechts, keine absolute Mehrheit. Das bedeutet, dass es mehrere Lösungen für die Bildung einer Regierung gibt: eine Koalitionsregierung mit den Liberalen oder eine Minderheitsregierung; im schlimmsten Fall Neuwahlen.</p>
<p>Diesmal kommen die Kassandra-Rufe nicht von der Presse, die sich diese für die Finanz- und Wirtschaftskrise aufhebt. Demokratie scheint Herrn Kramar im KURIER vom 7. Mai als &#8221; Schlecht für die Briten, schlimm für Europa&#8221;: Demokratie, Wohlstand und Europa sei in Gefahr, weil es nach Unterhauswahlen keine absolute Mehrheit für Tories oder Labour gibt. Nicht unwitzig für einen Journalisten vom Kontinent, gar aus Österreich, wo absolute Mehrheiten schon lange der Vergangenheit angehören, ohne dass Kontinentaleuropa deshalb in eine Dauerkrise verfallen wäre.</p>
<p><span id="more-1247"></span>In Großbritannien gibt es derzeit Verhandlungen zwischen den Tories und den Liberalen um eine Regierungsbildung, deren Ergebnis noch keineswegs feststeht. Nick Clegg hat nur eines seiner zwei Wahlversprechen wahrgemacht: Die Verhandlungen zunächst mit jener Partei aufzunehmen, die als stärkste aus den Unterhauswahlen hervorgeht. Das waren die Tories; also verhandeln die Liberaldemokraten derzeit mit ihnen. Sein zweites Wahlversprechen ist das Wahlprogramm der LibDems. Und wenn dieses in einer Regierungserklärung nicht zum Ausdruck kommt, werden die Liberalen mit Labour verhandeln.</p>
<p>Danach wird sich entscheiden, ob es zu einer Koalitionsregierung kommt oder nicht. In jeder Demokratie ein Normalfall. &#8220;Schlecht für die Briten, schlimm für Europa&#8221;?  Nein, nur ein Schritt weiter zu einer Europäisierung der Angelsachsen: Mit einem geänderten Wahlrecht wird die älteste durchgängige Demokratie Europas ein Stück demokratischer.</p>
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		<title>Ein Umbruch im britischen System &#8211; und dennoch eine Enttäuschung für die Liberalen</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 10:10:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wahlen in Großbritannien sind geschlagen, und sie waren für die britischen LibDems, aber auch für Europas Liberale insgesamt, eine Enttäuschung. Nick Clegg, der Parteichef der LibDems, gab dies auch unumwunden zu, obwohl die Liberalen immer einen Prozentpunkt zulegen konnten. &#8230; <a href="http://www.pohoryles.at/2010/05/07/ein-umbruch-im-britischen-system-und-dennoch-eine-enttauschung-fur-die-liberalen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wahlen in Großbritannien sind geschlagen, und sie waren für die britischen LibDems, aber auch für Europas Liberale insgesamt, eine Enttäuschung. Nick Clegg, der Parteichef der LibDems, gab dies auch unumwunden zu, obwohl die Liberalen immer einen Prozentpunkt zulegen konnten. Nick Clegg hat übrigens seinen Wahlkreis in Sheffield problemlos gewonnen und sogar mehr Stimmen erhalten als bei der letzten Wahl zum britischen Unterhaus. Aufgrund des britischen Wahlsystems haben sie aber Mandaten verloren, darunter auch in Wahlkreisen, in denen prominente Liberale kandidierten.</p>
<p>Nick Clegg erklärte unmittelbar nach den Wahlen, dass er an den Kernpunkten des Wahlprogramms von LibDem und an den Aussagen, die er im Wahlkampf gemacht hatte, festhalten werde. Zum ersten hatte er gemeint, der Chef der stärksten Partei, also der Tory David Cameron, sollte die Verantwortung übernehmen und versuchen, eine Regierung zu bilden. Zum zweiten aber werde LibDem, so sie zu Verhandlungen eingeladen werden, an den Zentralforderungen, nämlich einer fairen Steuerreform, einem pro-europäischen Kurs und einer Reform des unfairen Wahlsystems festhalten.</p>
<p><span id="more-1242"></span>Allerdings ist derzeit Gordon Brown am Zug. Nach der britischen Verfassung bleibt der Premierminister im Amt und muss als Erster versuchen, eine regierungsfähige Koalition oder jedenfalls eine von einer parlamentarischen Mehrheit gestützte Minderheitsregierung zustande zu bringen. Labour hat angekündigt, in Verhandlungen mit LibDem zu treten. Zwar haben die beiden gemeinsam keine parlamentarische Mehrheit, aber letztlich geben für diese Koalition diverse Kleinparteien den Ausschlag.</p>
<p>So erklärte der walisische Labour-Abgeordnete, dass Labour zwar die Wahl verloren, die Konservativen aber nicht gewonnen haben. Schließlich stimmen Labour und LibDems in vielen Punkten programmatisch überein, so in der Frage der Steuern, der Staatsausgaben und einer offenen Politik gegenüber Europa. Labour ist auch nach Aussagen vieler Labour-Abgeordneter bereit, einem faireren Wahlsystem näherzutreten. Das hatte freilich auch schon Tony Blair versprochen&#8230;</p>
<p>Für die Regierungsbildung gibt es mehrere Varianten; auch eine Minderheitsregierung der Konservativen ist möglich, die dann von Fall zu Fall eine Mehrheit finden müssten. Das LibDem von seinen Kernaussagen abweicht, ist allerdings unwahrscheinlich. Politische Instabilität wäre damit vorprogrammiert.</p>
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		<title>Nick Clegg – der britische Obama? Die Briten auf dem Weg zu überzeugten Europäern</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 15:55:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwar gibt es einen Österreichbezug in Nick Cleggs Leben: Vor Aufnahme seiner Studien in Archäologie und Anthropologie an der Universität Cambridge war er als Schilehrer in Österreich tätig. Nicht nur Österreicherinnen und Österreichern war Nick Clegg trotzdem bis vor kurzem &#8230; <a href="http://www.pohoryles.at/2010/04/23/nick-clegg-%e2%80%93-der-britische-obama-die-briten-auf-dem-weg-zu-uberzeugten-europaern/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar gibt es einen Österreichbezug in Nick Cleggs Leben: Vor Aufnahme seiner Studien in Archäologie und Anthropologie an der Universität Cambridge war er als Schilehrer in Österreich tätig. Nicht nur Österreicherinnen und Österreichern war <a title="Nick Clegg" href="http://www.nickclegg.com/">Nick Clegg </a>trotzdem bis vor kurzem gänzlich unbekannt – in Großbritannien war er bis vor kurzem nur etwa einem Drittel der Briten bekannt. Seit den ersten beiden TV-Diskussionen, in denen er sich gegen Gordon Brown und David Cameron durchsetzen konnte, ist er nun in aller Munde. Die <a title="LibDems" href="http://www.libdems.org.uk/splash_1.aspx" target="_blank">LibDems</a> haben jetzt sogar die Chance, aus den Wahlen Anfang Mai als stärkste Parlamentsfraktion ins britische Unterhaus einzuziehen. Nick Clegg steht an der Spitze einer Partei, die als einzige eine deutlich europafreundliche Politik vertritt, wie dies Nick Clegg mit Überzeugungskraft gegen David Cameron in der Fernsehdiskussion vertreten hatte. Cameron hatte auf seine europakritische Haltung als Wunderwaffe gegen Nick Clegg einzusetzen versucht; der Versuch ist offensichtlich misslungen. Die überraschend hohen Werte für LibDems im Allgemeinen und für Nick Clegg im besonderen sind gleich hoch geblieben. Die LibDems vereinen wirtschafts- und sozialliberale Positionen: Zur Krisenbekämpfung legen die LibDems ein nachfrageorientiertes Wirtschaftsprogramm vor, das durchaus weitere Verschuldung zulässt – allerdings mit sehr klaren Vorstellungen, wie diese beim Aufschwung auch abgetragen werden. Im Steuersystem stehen die LibDems für Umverteilung, um die übermäßig hohen Einkommensunterschiede zu verringern. Die LibDems wollen die Studiengebühren in den nächsten 6 Jahren schrittweise abschaffen. An Nick Clegg lässt sich auch zeigen, dass Migration vor allem Vorteile für das Einwanderungsland hat. Er ist zweisprachig erzogen, englisch und niederländisch. Sein Vater ist russischer Abstammung, seine Mutter eine niederländische Lehrerin. Neben Englisch und Niederländisch spricht er Französisch, Deutsch und Spanisch fließend. Als Austauschschüler in München war er gelegentlich durch Disziplinlosigkeit aufgefallen, was er zwar nicht verleugnet, dessen er sich aber auch nicht rühmt. Nach Ende seiner Studienzeit bekam er ein Stipendium in den USA und arbeitete an der (linken) Wochenzeitung &#8220;The Nation&#8221; mit. In Brügge schloss er ein weiteres Studium am College of Europe ab. Danach arbeitete er in Brüssel bei der Europäischen Kommission am TACIS-Hilfsprogramm für die frühere Sowjetunion mit. 1998 – 2004 war Nick Clegg Abgeordneter im Europäischen Parlament, nachdem er überraschend im Wahlkreis East Midlands einen Sitz für die LibDems erobert hatte. Seit 2004 ist er Mitglied des britischen Unterhauses, seit 2008 Vorsitzender der LibDems. Nick Clegg ist als bekennender Atheist mit einer katholischen Spanierin verheiratet, die bis heute auf die britische Staatsbürgerschaft verzichtet hat. Alle drei Kinder haben spanische Vornamen und werden dem Wusch seiner Frau entsprechend katholisch erzogen.</p>
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