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	<title>Ronald J. Pohoryles &#187; Hamas</title>
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	<description>Europäische und Internationale Angelegenheiten</description>
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		<title>Israel verurteilen, ohne die Untersuchung abzuwarten?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 13:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[IHH]]></category>
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		<description><![CDATA[Die tötlichen Schüsse an Board der "Mavi Marmara" waren ohne Zweifel tragisch; das wäre zu verhindern gewesen, wenn die Soldatinnen und Soldaten auf den Einsatz besser vorbereitet gewesen wären. Dennoch: Es ist durchaus wahrscheinlich, dass Israel dazu das Recht zur Durchsuchung der Flotte hatte. Israel hatte versprochen, deren Ladung nach Durchsuchung im Hafen von Ashdod an die Empfänger zuzustellen - was Israel auch getan hatte. Die Lieferung wurde aber von der Hamas abgelehnt. Was zeigt, dass Hamas und die IHH ganz andere Ziele verfolgte... <a href="http://www.pohoryles.at/2010/06/08/israel-verurteilen-ohne-die-untersuchung-abzuwarten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem ersten Schock über den Einsatz der israelischen Armee mehren sich auch die Stimmen, die vor einer einseitigen Schuldzuweisung warnen. Insbesondere die Frage, ob in internationalen Gewässern Schiffe untersucht werden dürfen, wenn etwa illegale Waffentransporte vermutet werden, ist keineswegs  so eindeutig zu beantworten: Durchaus wahrscheinlich, dass Israel dazu das Recht hatte.</p>
<p>Israel hatte versprochen, nach Durchsuchung der Hilfsgüter im Hafen von Ashdod diese in den Gazastreifen weiterzutransportieren. Dies ist auch tatsächlich geschehen. Doch darum ging es den Aktivisten ja nicht, die keineswegs nur Friedensaktivisten waren. Die deutsche <a title="TAZ ad Gaza" href="http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/maertyrer-an-bord/" target="_blank">TAZ</a> hat beispielsweise über den Hintergrund der Organisatoren berichtet. Die Türkei benutzt den Vorfall einmal mehr dazu, sich eine Führungsposition in der arabischen Welt zu verschaffen. Europa hat daran freilich mit seiner ablehnenden Politik gegenüber der Türkei das Seine dazu beigetragen&#8230;</p>
<p>In der Washington Post hat der Kolumnist <a title="Krauthammer ad Gaza" href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/06/03/AR2010060304287.html" target="_blank">Charles Krauthammer </a>einen interessanten Kommentar verfasst, den <a title="Krauthammer-Übersetzung von Eppinger" href="http://eppinger.wordpress.com/2010/06/05/diese-lastigen-juden/">Thomas Eppinger </a>auf seinem Blog dankenswerterweise übersetzt hat.</p>
<p>Die tötlichen Schüsse an Board der &#8220;Mavi Marmara&#8221; waren ohne Zweifel tragisch; das wäre zu verhindern gewesen, wenn die Soldatinnen und Soldaten auf den Einsatz besser vorbereitet gewesen wären. Das häufig gehörte Argument, die Soldaten wären auf gewaltsamen Widerstand nicht vorbereitet gewesen, ist schwach; und wenn es stimmt, mehr als peinlich. Schließlich sind Geheimdienste dazu da, auf solche Möglichkeiten hinzuweisen. Und der Organisator, die durchaus nicht unbekannte islamistische IHH, die neben humanitärer Hilfe auch für Waffenschmuggel bekannt ist, war bekannt&#8230;</p>
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		<title>Nahost: Trotz der Provokationen von beiden Seiten muss der Friedensprozess weitergehen</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 06:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
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		<category><![CDATA[Nahost-Konflikt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die näheren Umstände der israelischen Militäraktion gegen den Versuch, die Blockade des Gaza-Streifens zu brechen, sind derzeit ungeklärt. Die Tötung von zivilen Aktivisten durch die israelische Armee ist ohne jede Zweideutigkeit zu verurteilen. Die Radikalen auf beiden Seiten haben jedenfalls ihr Ziel erreicht: Den Friedensprozess im Nahen Osten zu unterminieren. <a href="http://www.pohoryles.at/2010/06/04/nahost-trotz-der-provokationen-von-beiden-seiten-muss-der-friedensprozess-weitergehen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die näheren Umstände der israelischen Militäraktion gegen den Versuch, die Blockade des Gaza-Streifens zu brechen, sind derzeit ungeklärt. Die Tötung von zivilen Aktivisten durch die israelische Armee ist ohne jede Zweideutigkeit zu verurteilen. Auch wenn die mangelnde Vorbereitung auf den möglichen Widerstand der Aktivisten eine Erklärung sein mag: Zu entschuldigen ist die Fehlleistung nicht. Die <a title="Pohoryles, Kritik an Israel" href="http://www.pohoryles.at/2010/05/04/zwei-appelle-zum-nahostkonflikt-die-unsere-aufmerksamkeit-verdienen/" target="_blank">Kritik an der Politik der gegenwärtigen Regierung Israels </a> hilft Israel mehr als der Hamas, wie der Appel in <a title="JCALL" href="http://www.jcall.eu" target="_blank">jcall </a>deutlich gezeigt hat: Die Politik führt Israel in die internationale Isolation.</p>
<p>Die internationale Gemeinschaft fordert zu Recht eine genaue Untersuchung nicht nur von Seiten des Militärs, sondern durch eine unabhängige Kommission.</p>
<p>Was aber fest zu stehen scheint ist, dass die die Aktivisten, die Hilfslieferungen in den Gaza-Streifen bringen wollten, nicht ausschließlich auf humanitäre Hilfe aus waren: Israel hat angeboten, die Hilfsgüter nach eingehender Kontrolle auf dem Landweg in den Gaza-Streifen zu verbringen &#8211; und hat dieses Versprechen wahr zu machen versucht. Es war die Hamas, die die Annahme der Hilfsgüter am Landweg verweigert hat, obwohl die Zivilbevölkerung diese Güter dringend benötigt.</p>
<p>Die Zweifel an der Integrität der Friedensaktivisten sind durchaus ebenso berechtigt wie an der missglückten Militäraktion: Finanziert wurde sie durch die türkische &#8220;Stiftung für Menschenrechte, für Freiheit und humanitäre Hilfe&#8221; (IHH), eine islamistische Organisation, die der Hamas nahesteht. Die Organisation funktioniert ähnlich der Hamas: In den 1990er Jahre gegründet. verfolgt sie durchaus sozial-karitative  Aufgaben. Sie verfolgt aber auch politische Ziele. Nach einem Bericht der Financial Times vom 3. Juni 2010 hat sie auch enge Kontakte mit der Al-Kaida. Sie finanziert auch die Beschäftigung von Menschen mit militärischen mit militärischem Hintergrund, um den &#8220;Heiligen Krieg&#8221;, den Djihad, voranzutreiben. Der Präsident der IHH, Bulent Yildirim, ist auf die engen Kontakte mit Hamas stolz. Die Auseinandersetzung auf dem unter türkischer Flagge registrierten Schiff &#8221;Marvi Marmara&#8221; wurde gefilmt und zeigt, dass die &#8220;Friedensaktivisten&#8221; im Unterschied zur israelischen Armee auf bewaffnete Auseinandersetzungen vorbereitet waren.  Laut des Berichts einer der Aktivistinnen gaben die Blockade-Brecher erst auf, als im Zuge der Auseinanderstzungen fünf  der bewaffneten Aktivisten erschossen wurden. Das alles rechtfertigt aber in keiner Weise die tödlichen Schüsse.</p>
<p>Die <a title="Abraham Foundation" href="www.AbrahamFund.org">Abraham Foundation</a>, eine amerikanische humanitäre NGO, die sich für das friedliche Zusammenleben der Völker im Nahen Osten einsetzt, hat eine bi-nationale Erklärung verfasst, die auf die eigentliche Grundproblematik verweist und darauf drängt, sich durch aktuelle Anlässe nicht vom eigentlichen Ziel ablenken zu lassen: Dem Frieden im Nahen Osten.   <span id="more-1292"></span></p>
<p>Hier die Erklärung der<a title="Abraham Foundation" href="www.AbrahamFund.org" target="_blank"> Abraham Foundation </a>im Detail:</p>
<p>Dear friends &#8212; These past hours have been painful ones for Israelis and for all of us, and the political debates are already raging both in Israel and internationally.  While much remains unclear about the details of yesterday&#8217;s interdiction of the Gaza flotilla, <span style="text-decoration: underline;">one thing is very clear</span> as expressed by our Israeli co-directors Mohammad Darawshe and Amnon Be&#8217;eri-Sulitzeanu in a statement released to the Israeli media.  &#8221;In managing the crisis we face today, the political leadership in Israel, Jewish and Arab alike, must think about the day after with regard to Jewish-Arab relations in the country, and the need to create an atmosphere that will support shared living among the two peoples.&#8221;</p>
<p>In response to a number of heated demonstrations around the country, the statement continued by calling on Israel&#8217;s Arab citizens and leaders to express their views in a &#8220;legal, organized, and nonviolent manner, while avoiding unnecessary confrontations.&#8221;  At the same time, The Abraham Fund called on Israel&#8217;s political leaders and police commanders to &#8220;apply the insights of the Orr Commission&#8217;s recommendations, which emphasized the duty of state authorities to enable Arab citizens the right of legitimate protest.  An ongoing dialogue with leaders of the Arab society in Israel must be encouraged in order to prevent unnecessary friction that might result in inflaming the atmosphere and enhancing feelings of alienation and rage.&#8221;</p>
<p>In that regard, our staff on the ground has been actively reaching out to our police partners and to Arab community leadership who are, in the main, doing a good job of preventing escalation of tensions.  Needless to say, we continue to encourage open channels of communications and have made ourselves fully available to the police and to the Arab leadership at all levels to advise and assist in whatever ways possible.  We are grateful to Mohammad and Amnon for skillfully leading our response to these events, and we&#8217;ll continue to keep you posted on real-time developments relevant to our work.</p>
<p>Ami Nahshon, International President</p>
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