Ein Umbruch im britischen System – und dennoch eine Enttäuschung für die Liberalen
von Ronald J. Pohoryles am 7. Mai 2010 | 3 KommentareDie Wahlen in Großbritannien sind geschlagen, und sie waren für die britischen LibDems, aber auch für Europas Liberale insgesamt, eine Enttäuschung. Nick Clegg, der Parteichef der LibDems, gab dies auch unumwunden zu, obwohl die Liberalen immer einen Prozentpunkt zulegen konnten. Nick Clegg hat übrigens seinen Wahlkreis in Sheffield problemlos gewonnen und sogar mehr Stimmen erhalten als bei der letzten Wahl zum britischen Unterhaus. Aufgrund des britischen Wahlsystems haben sie aber Mandaten verloren, darunter auch in Wahlkreisen, in denen prominente Liberale kandidierten.
Nick Clegg erklärte unmittelbar nach den Wahlen, dass er an den Kernpunkten des Wahlprogramms von LibDem und an den Aussagen, die er im Wahlkampf gemacht hatte, festhalten werde. Zum ersten hatte er gemeint, der Chef der stärksten Partei, also der Tory David Cameron, sollte die Verantwortung übernehmen und versuchen, eine Regierung zu bilden. Zum zweiten aber werde LibDem, so sie zu Verhandlungen eingeladen werden, an den Zentralforderungen, nämlich einer fairen Steuerreform, einem pro-europäischen Kurs und einer Reform des unfairen Wahlsystems festhalten.













