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	<title>Ronald J. Pohoryles &#187; LIF</title>
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	<description>Blog von Ronald J. Pohoryles, Europasprecher des Liberalen Forum.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 Jul 2010 09:40:45 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Das Liberale Institut unterstützt das European Liberal Forum mit zwei interessanten Veranstaltungen</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 09:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Europäisches Parlament]]></category>
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		<description><![CDATA[Anlässlich einer ELF-Tagung &#8216;After the financial crisis: green growth?&#8217; mit Unterstützung des britischen liberalen Think Tanks &#8216;Centre Forum&#8217; in London am 20. Juli, von der hier noch zu berichten sein wird, führte ich Gespräche mit dem CentreForum und traf als Europabeauftragter des Liberalen Instituts mit der Direktorin Susanne Hartig zusammen, um die Unterstützung des LI für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich einer ELF-Tagung <img class="ngg-singlepic ngg-none    alignleft" src="http://www.pohoryles.at/images/diverses/dsc02447.jpg" alt="dsc02447" width="229" height="265" /><strong>&#8216;After the financial crisis: green growth?&#8217; </strong>mit Unterstützung des britischen liberalen Think Tanks <em>&#8216;Centre Forum&#8217; </em>in London am 20. Juli, von der hier noch zu berichten sein wird, führte ich Gespräche mit dem CentreForum und traf als Europabeauftragter des Liberalen Instituts mit der Direktorin Susanne Hartig zusammen, um die Unterstützung des LI für zwei wichtige ELF-Veranstaltungen in Wien anzubieten.</p>
<p>Folgende beiden Veranstaltungen werden in Wien im September stattfinden:</p>
<ul>
<li><strong></strong></li>
<li><strong>ELF-Sommerakademie über Demokratie auf lokaler Ebene,
<p></strong><strong>5. September 2010</strong></li>
<li><strong><strong>Liberale Antworten auf die Finanzkrisen: Welche Märkte, welche Regulierungen?<br />
21. September 2010 (Mitveranstalter: CentreForum London)</strong></strong></li>
</ul>
<p>Beide Veranstaltungen werden vom Europäischen Parlament finanziert und finden im <strong>Palais Strudlhof</strong> statt.</p>
<p>Anmeldungen und detailliertes Programm können unter <a href="mailto:office@liberales-institut.at">office@liberales-institut.at</a> angefordert werden.</p>
<p><strong> </strong></p>
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		<title>Korrektur zur Meldung: LIF-Kandidatur in Wien</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 15:51:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[LIF]]></category>
		<category><![CDATA[LIF-Intern]]></category>
		<category><![CDATA[Wien-Wahlen 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufgrund eines Serverfehlers war bei meinem Ersuchen das Ersuchen um Unterstützung für die LIF-Kandidatur in Wien zwar die Überschrift, nicht aber der Text online. Der Fehler ist nunmehr korrigiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund eines Serverfehlers war bei meinem Ersuchen das Ersuchen um Unterstützung für die LIF-Kandidatur in Wien zwar die Überschrift, nicht aber der Text online. <a title="Unterstützung" href="http://www.pohoryles.at/2010/07/28/wien-wahlen-das-liberale-forum-braucht-ihre-unterstutzung/" target="_blank">Der Text ist nunmehr korrigiert</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wien-Wahlen: Das Liberale Forum braucht Ihre Unterstützung</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 10:33:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[LIF]]></category>
		<category><![CDATA[LIF-Intern]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Liberale]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Wienwahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wiener Liberalen treten zur Wien-Wahl an und benötigen auch Ihre Unterstützung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nahezu überall in Europa sind Liberale in den Parlamenten verteten. Es wäre an der Zeit, dass dies auch für Wien gilt. Das Liberale Forum wird zu den Gemeinderatswahlen antreten, für</p>
<ul>
<li>eine nachhaltige Bildungspolitik</li>
<li>eine bürgerinnen- und bürgernahe und vernünftige Stadtentwicklung</li>
<li>eine zukunftsweisende Wohnpolitik</li>
<li>Transparenz und Kontrolle der Mittelverwendung</li>
<li>ein funktionierendes Integrationskonzept.</li>
</ul>
<p>Um antreten zu können benötigt das Liberale Forum auch Ihre Unterstützungserklärung. Unterstützungserklärungen können per email im Sekretariat des LIF bestellt werden: <a href="mailto:m.pock@liberale.at">m.pock@liberale.at</a> .</p>
<p>Ach ja, und Geld wird auch benötigt:</p>
<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td>Empfänger</td>
<td>Liberales Forum Wien</td>
</tr>
<tr>
<td>Kontonummer</td>
<td>291 119 677/01</td>
</tr>
<tr>
<td>BLZ</td>
<td>20111 (Erste Bank)</td>
</tr>
<tr>
<td>IBAN</td>
<td>AT882011129111967701</td>
</tr>
<tr>
<td>BIC</td>
<td>GIBAATWWXXX</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Weitee Informationen gibt es <a title="Liberale Wien" href="http://wien.liberale.at" target="_blank">Wiener Liberalen</a>. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Weil mich die Nichtraucher-Kampagne so nervt&#8230;</title>
		<link>http://www.pohoryles.at/2010/07/06/weil-mich-die-nichtraucher-kampagne-so-nervt/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 11:52:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[LIF]]></category>
		<category><![CDATA[Liberale Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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		<category><![CDATA[Nichtraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[rauchfei]]></category>
		<category><![CDATA[Tabakgesetz]]></category>

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		<description><![CDATA[In Europa gibt es die verschiedenstens Regulierungen zum Nichtraucherschutz, und die Europäische Kommission ist jüngstens, aus gutem Grund, davon abgekommen, durch eine Richtlinie die Rauchverbote flächendeckend durchzusetzen. In Östereich liest man aber meistens nur von jenen Ländern, die Rauchverbote drakonisch durchgesetzt haben. Vorausschicken möchte ich, dass das Liberale Forum sich entschieden hat, sich als Partei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Europa gibt es die verschiedenstens Regulierungen zum Nichtraucherschutz, und die Europäische Kommission ist jüngstens, aus gutem Grund, davon abgekommen, durch eine Richtlinie die Rauchverbote flächendeckend durchzusetzen. In Östereich liest man aber meistens nur von jenen Ländern, die Rauchverbote drakonisch durchgesetzt haben.</p>
<p>Vorausschicken möchte ich, dass das Liberale Forum sich entschieden hat, sich als Partei an der Debatte um Ausmaß und Gestaltung der Gesetze und Regelungen bezüglich des Rauchens nicht zu beteiligen. Der Grund ist schlicht und einfach, dass es sich dabei mittlererweile um Glaubenskriege und nicht mehr um eine rationale Diskussion handelt. An Glaubenskriegen sollten sich politische Parteien, deren <em>raison d&#8217;être</em> Vernunft und vernünftige Debatten sind, nicht beteiligen. Das hindert aber Liberale nicht daran, sich individuell dazu zu äußern. Gerade die Ideologisierung der Debatte provoziert mich aber zur Polemik.</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:German_anti-smoking_ad.jpeg"></a>     
<a href="http://www.pohoryles.at/images/diverses/nazi-nichtraucherkampagne.jpg" title="" class="shutterset_singlepic5" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.pohoryles.at/index.php?callback=image&amp;pid=5&amp;width=320&amp;height=240&amp;mode=" alt="nazi-nichtraucherkampagne" title="nazi-nichtraucherkampagne" />
</a>
    Nazi-Nichtraucher Kampagne 1934 Quelle: Wikipedia</p>
<p>Die konsequenteste Nichtraucher-Politik wurde übrigens von den Nazis betrieben, die sich noch dazu entblödeten, den Wehrmachtssoldaten (!) die Gesundheitsschädlichkeit von Rauchen nahe zu bringen und die Zigaretten-Rationen für Soldaten aus diesem Grund zu kürzen&#8230;.</p>
<p>Zunächst: Fundamentalisten auf beiden Seiten stören mich, die rauchfrei-Fundis ebenso wie die rücksichtslosen Verteidiger des Tabaks. Ich stehe deshalb zum österreichischen Kompromiss, mit der Einschränkung, dass Aufrufe zur Denunziation, und noch dazu  gerade in Österreich, bedenklich sind. Überwachung der Einhaltung von Gesetzen ist eine öffentliche Aufgabe. Kein Mensch käme auf die Idee, Bürgerinnen und Bürger mit einem Aufruf zur Denunziation etwa von Falschparkern zu belästigen. Ein Verstoß gegen das Rauchverbot zieht, ebenso wie Falschparken oder Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit, Veraltungsstrafen nach sich.</p>
<p>Dass sich die Behörden beim Tabakgesetz zieren, dessen Einhaltung zu überwachen, ist ein weiterer Skandal: Gesetz ist Gesetz, und die Behörden überwachen Kurzparkzonen und Verkehrssicherheit mit großer Akribie. Warum sollte das beim Nichtraucher-Schutz nicht möglich sein? Und fordert irgendjemand,  den Individualverkehr zu verbieten, weil es Übertretungen gibt. <em>Nota bene</em>, auch Schnellfahren kann für andere gesundheitsgefährdend sein.</p>
<p>Eine ähnlich krude Logik, nämlich der Umstand, dass Gesetze Überteten werden könnten, hat die Gemeinde Wien über Jahrzehnte lang als Argument verwendet, um eigene Taxispuren zu verhindern. Heute sind sie eine Selbstverständlichkeit.</p>
<p><span id="more-1385"></span>Ähnlich absurd das Argument des Schutzes der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Wer spricht heute noch von Gesundheit am Arbeitsplatz, etwa bei der Straßenasphaltierung, bei Rauchfangkehrern, in Färbereien etc, ganz zu schweigen von den Auswirkungen von Stress, Burn-Out und Depression, die durchaus auch kausal für Herz-Kreislauferkrankungen sind?</p>
<p>Gerade dieses Beispiel zeigt am deutlichsten, was an der Ideologie der Nichtraucher-Kampagne scharf kritisiert werden muss: Diskussionen um Gesundheit am Arbeitsplatz, gar Qualität der Arbeitsplätze, verschwinden und werden durch die Diskussion um Rauchverbote ersetzt.</p>
<p><!--more--><a title="Wikipedia Antitabak-Kampagnen" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Anti-smoking_movement_in_Nazi_Germany" target="_blank">Schlag nach bei Wikipedia </a>:Die Nazis haben die erste große Nichtraucherkampagne 1934 initiiert. Rauchen auf öffentlichen Plätzen wurde rigoros verboten, Hitlers Aversion gegen Tabakrauch und die (angenommene) Gefährdung der Gebärfähigkeit der Frauen waren die treibenden Motive. Rassismus und Antisemitismus durften dabei nicht fehlen. Besonders absurd war die Kampagne unter Wehrmachtssoldaten, die Vorträge über die Gesundheitsgefährdung durch das Rauchen und eine Kürzung der Zigarettenrationen über sich ergehen lassen mussten. Über die Gesundheitsgefährdung durch kriegerische Auseinandersetzung haben sie allerdings wenig erfahren&#8230;</p>
<p>Der Erfolg bei der Zivilbevölkerung war äußerst gering, im Gegenteil stieg der Tabakkonsum zwischen 1933 und 1939 deutlich an. Außer natürlich bei Wehrmachtssoldaten, die von der Ration anhängig waren&#8230;</p>
<p>Den <a title="Alemanno on Regulations" href="http://www.albertoalemanno.eu/articles/consumer-information-and-labelling-paternalism-nudges-or-consumer-empowerment" target="_blank">Hinweis auf die Nazikampagne </a>verdanke ich übrigens einem Kollegen, <a title="Alemanno" href="www.albertoalemanno.eu" target="_blank">Alberto Alemanno</a>, Professor für Rechtswissenschaft und Steuerrecht an der renommierten Pariser HEC,  (der auch zur Nahrungsmittelsicherheit arbeitet. Er bezieht sich auf die jüngste Debatte über den Entwurf der Kommission zur Lebensmittelkennzeichung, der vom Europäischen Parlament zu Recht als Augenauswischerei abgelehnt wurde. Er bezieht sich auf ein Buch der US-amerikanischen Autoren <a title="Thaler&amp;Sunstine, Nudge" href="http://yalepress.yale.edu/book.asp?isbn=9780300122237" target="_blank">Thaler&amp;Sunstine (2008), </a>die einen &#8220;dritten Weg zur Regulierung&#8221; vorschlagen: &#8220;Nudge&#8221;, so auch der Titel ihres Buches, oder in Charles Lindberg&#8217;s (1997) Begrifflichkeit:&#8221;persuasion&#8221;. Es geht ihnen dabei um einen &#8220;libertären Paternalismus&#8221;, basierend freilich auf einer &#8220;Architektur&#8221; der Wahlfreiheit. Sunstine ist übrigens von Obama als Berater für Regulierungsfragen ernannt worden, das erwähnte Buch von <em>Financial Times </em>2008 als bestes Buch ausgezeichnet worden.</p>
<p>Wäre dies nicht der Weg der Vernunft, oder, wenn man so will, der liberale Weg?</p>
<p>Literaturhinweise:</p>
<p>Richard H. Thaler and Cass R. Sunstein (2008), Nudge: Improving Decisions About Health, Wealth, and Happiness, Yale University Press</p>
<p>Charles Lindblom (1977), Politics and Markets</p>
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		<title>ELDR-Tagung  €UROnomics – Rettungsaktion oder Pleite: Bericht über ein kontroverses Thema</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 09:54:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[ELDR]]></category>
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		<description><![CDATA[Die ELDR-Tagung €UROnomics – Rettungsaktion oder Pleite fand am 17. Juni in Brüssel statt. Nach den Impulsreferaten fand eine interessante und durchaus kontroverse Diskussion statt, die unter Beweis stellte, dass Liberale keine fertigen Antworten liefern, sondern über komplexe Themen offene Diskussionen führen, bis tatsächliche effiziente Lösungen gefunden werden können. Wirtschaftspolitische Vorstellungen variieren unter Liberalen zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die ELDR-Tagung €UROnomics – Rettungsaktion oder Pleite fand am 17. Juni in Brüssel statt. Nach den Impulsreferaten fand eine interessante und durchaus kontroverse Diskussion statt, die unter Beweis stellte, dass Liberale keine fertigen Antworten liefern, sondern über komplexe Themen offene Diskussionen führen, bis tatsächliche effiziente Lösungen gefunden werden können.</p>
<p>Wirtschaftspolitische Vorstellungen variieren unter Liberalen zwischen Keynes und von Hayek; teils finden sie Kompromisse, teils führt dies auch zur Mitgliedschaft mehrerer Parteien bei der ELDR. Einen Überblick über die wirtschafts- und finanzpolitischen Positionen werde ich morgen auf meinem Blog zu geben versuchen.</p>
<p>Die Einführungsreferate wurden von <em>Annemie Neyts-Uyttebroeck </em>MEP, Präsidentin der ELDR (European Liberal Democrats), <em>Siim Kallas, </em>Vizepräsident der Europäischen Kommission, <em>Robert Priester</em>, European Banking Federation, <em>Olli Schmidt</em> MEP, ALDE Koordinator des Komitees für Wirtschafts- und Finanzkrisen des Europäischen Parlaments, sowie <em>Dick Roche</em>, Minister für europäische Angelegenheiten der Republik Irland gehalten.</p>
<p>Für das Liberale Forum war ich in meiner Funktion als Europasprecher anwesend.</p>
<p><span id="more-1367"></span></p>
<p>Hinsichtlich der Zukunft der Länder der Eurozone<em> </em>äußerte sich <em>Annemie Neyts-Uyttebroeck </em>vorsichtig optimistisch.  Wenn die gemeinsame Währung zusammengebrochen wäre, befänden sich Europa und seine Wirtschaft jedenfalls in einem deutlich schlechteren Zustand. Die Banken müssten sich aber ihrer Verantwortung bewusst werden und dürften sich nicht den Marktprinzipien entziehen. Banken und ihre Manager haben Verantwortung gegenüber ihren Kundinnen und Kunden und müssen diese auch erfüllen. Künftiges Fehlverhalten darf nicht der Öffentlichkeit zu Last fallen, vielmehr müssten die Verluste von den Aktionären ausgeglichen werden.</p>
<p><em>Siim Kallas</em>, vormaliger (liberaler) Premierminister Estlands und nunmehriger Vize-Präsident der Europäischen Kommission, betonte die Bedeutung ausgeglichener Budgets. Als vormaliger Premierminister Estlands begrüßte er dessen Beitritt zur Eurozone. Dieser sei der Politik des ausgeglichenen Staatshaushaltes und der geringere Staatsverschuldung geschuldet. Diesem Beispiel würden nun, unter dem Einfluss der VVD, auch die Niederlande folgen. Er kritisierte die Vorstellung, dass Austerity Policy zwangsläufig zu gesellschaftlichen Spannungen führen müsste – im Gegenteil würden restriktive Budgets künftige vermeiden. Sein Standpunkt in dieser Frage ist auch unter Liberalen durchaus umstritten, wie sich in zahlreichen Wortmeldungen zeigte. Übrigens ein Grund dafür, dass es in Estland zwei Mitgliedsparteien der ELDR gibt.</p>
<p>Unterstützung für seine Position fand er unter anderem bei <em>Dick Roche,</em> dem irischen Minister für Europäische Angelegenheiten, der in Kürze in Wien das Liberale Forum besuchen wird. Griechenland sei erst der Anfang, die Lösung für Europa muss erst gefunden werden und wird schwere Entscheidungen verlangen. Dennoch ist er optimistische für Europa: &#8220;Wir sollen aufhören, ständig auf die USA zu schauen und uns mit diesen zu vergleichen. Wir müssen unsere eigenen Normen in Europa definieren. Die Lösung muss von Europa kommen und nicht von außerhalb. (&#8230;) In 10 Jahren werden wir zurückblicken und sagen, es war hart, aber wir haben viel gelernt und die Dinge haben sich verbessert.&#8221;</p>
<p>Umstritten war die Position der European Banking Federation, die von <em>Robert Priester</em>, dem Leiter der Abteilung für Regulierungspolitik. Priester verwies auf die Globalisierung und den daraus resultierenden Wettbewerb zwischen der EU und den USA. Die Europäische Kommission hat eine starke Stellung in der Sicherstellung des Wettbewerbs in der EU und in der Regulierung von Staatshilfen; in den USA würden solche Regeln nicht gelten. Mehrere Diskussionsteilnehmer, darunter auch Siim Kallas und Annemie Neyts, erinnerten in einer Replik die Banken an ihre Verantwortung.</p>
<p>Zwar vertrat auch er die Auffassung, dass in der Eurozone wirtschaftliche Erholung zu erwarten sei; der Aufschwung sei aber äußerst fragil. Die Vorzeichen für die nächsten Jahre erklärten dies: Wachsende Staatsschulden, Unklarheit über künftige Regulierungen und ein geringeres Kreditvolumen. Verbesserte Regeln für die Überwachung der Finanzmärkte und Banken müssten bis Ende 2010 inkrafttreten, im besonderen für Banken mit transnationalen Aktivitäten.</p>
<p><em>Ollie Schmidt, </em>ALDE Koordinator im Parlamentskomitee zur Wirtschafts- und Finanzkrise betonte die Bedeutung des Euro als Quelle der Stabilität und des Wohlstands. Wie wichtig die Gemeinschaftswährung ist habe sich gerade bei der Rettungsaktion für Griechenland gezeigt. Diese war zwar teuer, aber nötig, um das internationale Vertrauen in Europa zu erhalten und soziale Unruhen auf ein Mindestmaß zu beschränken.</p>
<p>Er vertrat die Auffassung, dass Europa heute in einer stärkeren Position wäre, hätten alle Staaten den Stabilitäts- und Wachstumspakt eingehalten. Tatsächlich erfüllen derzeit nur drei Mitgliedsstaaten die Kriterien, nämlich Schweden, Luxemburg und Estland.</p>
<p>Die Krise hätte auch ihr Gutes, wenn sie Europa stärker zusammenbringt und die Befolgung des Stabilitäts- und Wachstumspakt sichert. Die Kontrolle darüber müsste allerdings verstärkt werden.  </p>
<p>Ein wichtiger Punkt sind effiziente und effektive öffentlichen Ausgaben: Erziehung, Forschung und Infrastruktur sind Zukunftsinvestitionen, die trotz der Notwendigkeit der Konsolidierung der öffentlichen Haushalte keinesfalls vernachlässigt werden dürften.</p>
<p>&#8220;Wir haben viel zu tun und es werden viele Herausforderungen auf uns zukommen. Ohne die Eurozone gebe es aber keine Chancen auf ein rasches und nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Wir Liberalen haben immer Frieden, Freiheit und Stabilität gefördert. Das verlangt auch nach finanz- und wirtschaftspolitischer Kooperation&#8221;.</p>
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