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	<title>Ronald J. Pohoryles &#187; LIF-Intern</title>
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	<description>Europäische und Internationale Angelegenheiten</description>
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		<title>Nick Clegg (Liberal Democrats): &#8220;Tax the Rich&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 16:05:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liberale verlangen Steuergerechtigkeit und einen adäquaten Beitrag der Wohlhabenden zur Sanierung der Staatshaushalte. Dies versteht beispielsweise der Chef der Liberalen in Großbritannien, Nick Clegg, als "verantwortungsvollen Kapitalismus", wie er auch im Grundatzprogramm des Liberalen Forum verankert ist. <a href="http://www.pohoryles.at/2012/01/18/nick-clegg-liberal-democrats-tax-the-rich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.pohoryles.at/2012/01/18/nick-clegg-liberal-democrats-tax-the-rich/nick-clegg/" rel="attachment wp-att-2419"><img class="alignleft size-full wp-image-2419" title="Nick Clegg" src="http://www.pohoryles.at/docs/2012/01/Nick-Clegg.jpeg" alt="" width="225" height="225" /></a><a title="Nick" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nick_Clegg" target="_blank">Nick Clegg</a> zeigt – endlich – liberales Profil: Er fordert einen <a title="i on Clegg" href="http://www.independent.co.uk/hei-fi/news/clegg-courts-public-support-with-call-for-a-tax-the-rich-budget-6290312.html?origin=internalSearch" target="_blank">„verantwortungsbewußten Kapitalismus“</a>. Für das britische Budget, das am 21. März verabschiedet werden sollen, verlangt er, dass auch die Wohlhabenden ihren Beitrag leisten sollten. Im Wortlaut: „tax the rich“: Die Programme zur Reduktion des britischen Staatsdefizits würden ansonsten unfairerweise nur den Mittelstand und die Unterschicht treffen.</p>
<p>Im besonderen fordert Nick Clegg eine Steuer auf Wohnsitze, deren Wert 2 Millionen Pfund übersteigt, Steuerprivilegien ortet er beim Verkauf von Grund und Boden sowie Häusern und Eigentumswohnungen. Die LibDems stehen geschlossen hinter dem Wirtschafts- und Steuerprogramm von Nick Clegg und fordern darüber hinaus die Besteuerung von Grund und Boden und die Streichung von Steuerprivilegien für Pensionsbeiträge bei höheren Einkommen.</p>
<p>Eine weitere Forderung betrifft die Einkommen von ausländischen Einwohnern nach siebenjährigem Aufenthalt zur Gänze in Großbritannien zu besteuern. Bisher konnten diese ihre Steuern im steuergünstigeren Ausland bezahlen.</p>
<p>Einen wichtigen Vorschlag Nick Cleggs hat dieser als „John Lewis Volkswirtschaft“ bezeichnet: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von John Lewis, der größten britischen Modekette, haben Anrecht auf Firmenaktien. Der liberale Wirtschaftsminister Ed Davey prüft derzeit, ob den Angestellten ein Recht auf den Erwerb von Firmenaktien zugestanden werden kann.</p>
<p>Diese Forderung ist übrigens bereits im <a title="Freiburger Programm der FDP" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freiburger_Thesen" target="_blank">Freiburger Programm der FDP</a> 1969 und im <a title="LIF Grundsatzprogramm" href="http://www.pohoryles.at/docs//2009/08/20090812_lif_grundsatzprogramm.pdf" target="_blank">Grundsatzprogramm des Liberalen Forums</a> enthalten.<span id="more-2418"></span></p>
<p>Im Grundsatzprogramm des Liberalen Forums heisst es:</p>
<blockquote><p>&#8220;Privateigentum stellt für uns im Wirtschaftsleben eine unverzichtbare Grundlage eigenverantwortlichen Handelns dar, findet aber wie alle anderen Grundrechte seine Grenze in der Notwendigkeit, sozialen und ökologischen Missbrauch der mit dem Eigentum verbundenen Verfügungsgewalt zu verhindern.  Der Möglichkeit zum Erwerb von persönlichem Eigentum und dessen Schutz stellen ein unverzichtbares Bürgerrecht dar. (&#8230;) Das Liberale Forum bekennt sich zur Mitarbeiterbeteiligung und zu Möglichkeiten der Erfolgs- und Gewinnbeteiligung.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der konservative Finanzminister Osborne leistet hier natürlich hinhaltenden Widerstand. Zu hoffen, dass sich die LibDems hier auch durchsetzen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>LZF-Veranstaltung The Consequences of Europe&#8217;s Crisis mit Dick Roche auf Youtube!</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 13:03:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine junge Initiative hat die Diskussionsveranstaltung des Liberalen Zukunftsforum mit Dick Roche auf Youtube veröffentlicht. Dick Roche, Vizepräsident der Europäischen Liberalen, zum Nachhören und -sehen. Es zeigt liberale Positionen und eine Kritik dessen, was als &#8220;Neoliberalismus&#8221; zum Kampfbegriff gegen den &#8230; <a href="http://www.pohoryles.at/2012/01/02/lzf-veranstaltung-the-consequences-of-europes-crisis-mit-dick-roche-auf-youtube/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="European Ideas" href="www.europeanideas.eu " target="_blank">Eine junge Initiative </a>hat die Diskussionsveranstaltung des Liberalen Zukunftsforum mit <a title="Dick auf Youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=rEi_IUeMtbg&amp;feature=player_embedded" target="_blank">Dick Roche auf Youtube</a> veröffentlicht. Dick Roche, Vizepräsident der <a title="ELDR" href="http://eldr.eu" target="_blank">Europäischen Liberalen</a>, zum Nachhören und -sehen. Es zeigt liberale Positionen und eine Kritik dessen, was als &#8220;Neoliberalismus&#8221; zum Kampfbegriff gegen den Liberalismus verstanden wird.</p>
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		<title>Wirtschaftspolitische Debatten in Österreich; mitunter nicht einfach</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 16:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[“Autoritäre Staaten  scheinen (in den 1930er Jahren, Anm. des Übersetzers) die Probleme der Arbeitslosigkeit zu Lasten von Freiheit und Effizienz besser lösen zu können. Es ist sicher, dass die Welt nicht viel länger Massenarbeitslosigkeit zu tolerieren. Aber es ist möglich, &#8230; <a href="http://www.pohoryles.at/2011/12/08/wirtschaftspolitische-debatten-in-osterreich-mitunter-nicht-einfach/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><address><em>“Autoritäre Staaten  scheinen (in den 1930er Jahren, Anm. des Übersetzers) die Probleme der Arbeitslosigkeit zu Lasten von Freiheit und Effizienz besser lösen zu können. Es ist sicher, dass die Welt nicht viel länger Massenarbeitslosigkeit zu tolerieren. Aber es ist möglich, durch eine richtige Analyse das Problem zu lösen und zugleich Freiheit und Effizienz zu erhalten“ (John M. Keynes, Allgemeine Theorie, 1936; eigene Übersetzung).</em></address>
</blockquote>
<p>Eine nicht uninteressante Diskussion zur aktuellen Schuldenkrise findet derzeit auf der Diskussionsseite <strong>der „Presse“</strong> statt, die ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte, und nicht nur deshalb, weil ich selbst daran beteiligt bin.</p>
<p><strong><em>Stephan Schulmeister</em></strong>, Ökonom am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung, hat in seinem lesenswerten Kommentar „<a title="Schulmeister in der Presse" href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/709318/Schuldenbremse-als-Symptomkur_Schnurstracks-in-die-Depression?from=simarchiv" target="_blank"><strong><em>Schuldenbremse als Symptomkur: Schnurstracks in die Depression</em></strong></a>“ die These stark gemacht, dass radikale Sparkuren den Abschluss einer Entwicklung bilden, die mit der Aufgabe des Systems fester Wechselkurse begonnen hat. Durch die Spekulation mit „Credit Default Swaps“ gegen das schwächste Euroland begann ein Dominoeffekt, der in der Eurokrise endete.</p>
<p>Darauf antwortete der BZÖ-Wirtschaftssprecher <strong><em>Christian Ebner</em></strong> mit einer Polemik, die den Kern der Sache verfehlte: „<strong><em><a title="Ebner" href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/711225/Die-unheilvolle-Politik-des-Verteilens-von-geborgtem-Geld?from=suche.intern.portal" target="_blank">Die unheilvolle Politik des Verteilens von geborgtem Geld &#8211; Die Schuldenbremse ist Kinderschutz</a>.</em></strong>“  Er kritisiert  die Verteilungspolitik mit geborgtem Geld geht; diese ging  zulasten unserer Kinder und Enkelkinder. Die Argumentation ist absurd; bekanntlich gibt es verschiedenste Möglichkeiten zur Rückzahlung von Staatsschulden. Die Ratingagenturen verschärfen dies freilich. Schadenfroh stellt Ebner dazu fest, dass die Macht der Ratingagenturen der gegenwärtigen österreichischen Bundesregierung schade, weil diese zur Erhöhung der Schuldenlast durch die Erhöhung der Kreditzinsen für die Staatsverschuldung führt.</p>
<p>Das gab den Ausschlag für eine scharfe Reaktion (<strong><em>Ronald Pohoryles, „<a title="Poho" href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/712876/Erschreckende-Ahnungslosigkeit-imposant-praesentiert?from=suche.intern.portal" target="_blank">Erschreckende Ahnungslosigkeit – imposant präsentiert</a>“</em></strong>). Ich versuchte, den simplen Sachverhalt zu verdeutlichen, den Ebner und leider oft auch ein größeres Publikum nicht verstanden haben: Austerity-Politik in der Krise bedeutet nur eine Verschärfung dieser Krise. Zugrunde gegangene Betriebe zahlen eben keine Steuern und Sozialabgaben, und gleiches gilt für Arbeitslose. Zukunftsinvestitionen in Forschung, Bildung und Infrastruktur unterbleiben; eine Abwärtsspirale. <a title="Galbraith" href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Kenneth_Galbraith" target="_blank">John K. Galbraith</a>, Professor für Nationalökonomie an der Harvard Universität und Berater von 5 amerikanischen Präsidenten hat dies in seinem Standardwerk „The Great Crash 1929“ empirisch eindrucksvoll nachgewiesen. In Fachkreisen wird diese Analyse als <a title="Galbraith post-mortem" href="http://www.boston.com/news/nation/washington/articles/2006/05/01/galbraiths_brilliance_keen_wit_recalled_by_friends_family_and_politicians/?rss_id=Boston+Globe+--+National+News" target="_blank">brilliant und kenntnisreich </a>beschrieben.</p>
<p>Prompt eilt <strong><em>Markus Fichtinger</em></strong> (nicht zu verwechseln mit Michael Fichtinger, stellvertrender Bundessprecher des LIF!), dem gescholtenen Ebner in seinem Beitrag „<strong><em><a title="Fichtinger" href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/713966/Ueber-den-Mangel-an-liberalen-Grundsaetzen-bei-den-Liberalen?from=suche.intern.portal" target="_blank">Über den Mangel an liberalen Grundsätzen bei den ‚Liberalen‘</a>“ </em></strong>zur Hilfe.</p>
<p>Herr Fichtinger schwingt sich zunächst zum Oberschiedsrichter in Liberalismusfragen auf. Er ist offensichtlich Anhänger von Friedrich von Hayek und Gegner von John M. Keynes; das ist sein gutes Recht. Die Debatte zwischen Keynes und von Hayek ist allerdings eine Debatte, die heute noch zwischen liberalen Parteien in Europa und innerhalb dieser geführt wird. In Holland etwa zwischen D66 und VVD, in Dänemark zwischen Venstre und Radikale Venstre. In Großbritannien (LibDem), Deutschland (FDP)und Österreich (LIF)wird diese Debatte innerparteilich geführt. Alle diese Parteien sind Mitglieder der Europäischen Liberalen Partei ELDR, die die drittstärkste Frakion im Europaparlament stellt.<br />
Auf volkswirtschaftliche Fragestellungen geht er allerdings nicht ein. <span id="more-2367"></span>Hier einige Originalzitate:</p>
<p><strong>Schulmeister</strong>:</p>
<blockquote><p><em>„Mithilfe von Credit Default Swaps (CDS) begannen die Finanzalchemisten auf den Bankrott von Staaten zu wetten, und sie wählten als erstes Ziel das schwächste Glied der ‚Eurokette‘, Griechenland. Die Zinsen stiegen immer mehr, ein Rettungsschirm musste her. Und eine radikale Sparkurs. In der Folge schrumpfte die Wirtschaft vier Jahre lang, und damit war klar: Die Krise ist im Speziellen eine ‚Griechenland-Krise‘. In der Zwischenzeit erfasste die „CDS-Epidemie“ immer mehr Länder, die Zinsen stiegen in allen hoch verschuldeten Ländern. Damit war klar: Die Krise ist im Allgemeinen eine Staatsschuldenkrise.</em></p>
<p><em>Also müssen jetzt alle Euroländer ihre Sparkuren verstärken und so die Krise verschärfen. Dies wäre nur dann nicht der Fall, wenn Unternehmen und Haushalte ihre Nachfrage kompensatorisch ausweiteten. Tatsächlich machen sie das Gegenteil, da die Sparpolitik ihre Einkommen verringert. “</em></p></blockquote>
<p><strong>Ebner</strong> geht darauf gar nicht ein; lediglich zur Verschuldenskrise hat er eine Meinung:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Wahr ist: Niemand hat die Staaten gezwungen, sich über beide Ohren zu verschulden. Linkspopulistische Regierungen – egal, ob in Athen, Washington oder Wien – haben sich schlicht und einfach Stimmen erkauft, indem sie viel geborgtes Geld verteilt haben.(&#8230;) Zum Glück gibt es den Weitblick der viel gescholtenen Finanzmärkte und Ratingagenturen. Sie haben erkannt: Die Steuererhöhungs- und Verschuldungspolitik der SPÖVP-Regierung führt Österreich geradewegs in den Ruin. Wenn Österreich höhere Zinsen für die Staatsschulden bezahlen muss, wird das nicht nur irgendwann, sondern unmittelbar budgetwirksam.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Zur Staatsverschuldung: bekanntlich gibt es verschiedenste Möglichkeiten zur Rückzahlung von Staatsschulden; etwa die Rückzahlung dieser im Wirtschaftsaufschwung. Und Wirtschaftsaufschwung ist üblicherweise von inflationären Tendenzen begleitet, was sich wiederum auf die Verschuldung auswirkt. Die Ratingagenturen verschärfen dies freilich. Auf Schulmeisters Argument mit der internationalen Währungsspekulation geht Ebner übrigens mit keinem einzigen Wort ein. Schadenfroh stellt er lediglich fest, dass die Macht der Ratingagenturen der gegenwärtigen österreichischen Bundesregierung schade, weil diese zur Erhöhung der Schuldenlast durch die Erhöhung der Kreditzinsen für die Staatsverschuldung führe.</p>
<p>In grotesker Verzerrung bezeichnet er darüber hinaus Stephan Schulmeister als „Chefprediger des Austromarxismus“. Das ist absurd: Ebner vermag zwischen einer modernen Fassung von Keynes&#8217; Wirtschaftstheorie und deren Anwendung auf die heutige weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise und dem Marxismus nicht zu unterscheiden. Immerhin wäre es doch erstaunlich, wenn ein prominenter Wissenschaftler am WIFO als Austro-Marxist eine so wesentliche Stellung über eine so lange Zeit einnehmen würde&#8230;</p>
<p><strong>Pohoryles&#8217;</strong> Replik:</p>
<p>Austerity-Politik in der Krise bedeute nur eine Verschärfung dieser Krise, so Keynes. Im Abschwung ist – produktiv eingesetzte – Staatsverschuldung kein Problem, sofern diese Schulden im Aufschwung wieder zurückgezahlt werden; Sozialdemokraten haben leider auf Letzteres vergessen. Staatsinterventionen im Abschwung helfen, Krisen zu vermeiden, Austerity-Politik hingegen verschärft sie. John Galbraith hat dies in seinem Standardwerk „The Great Crash 1929“ eindrucksvoll nachgewiesen.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Dass die Verschuldung von Staatsbudgets durchaus anders zu managen ist als die Verschuldung privater Haushalte,  Durch Tilgung der Schulden im Aufschwung etwa. Im Aufschwung, der üblicherweise mit einer gewissen Inflation verbunden ist, können die Schulden getilgt werden, auch Steuererhöhungen können in bestimmten Fällen helfen. </em></p>
<p><em>Austerity-Politik führt zum Gegenteil: Mangelnde Nachfrage führt zu Betriebsschließungen, geschlossene Betriebe zahlen definitionsgemäß keine Steuern. Arbeitslose als Konsequenz der Betriebsschließungen auch nicht – vielmehr erhöhen sie die Staatsverschuldung, da sie in irgendeiner Form Arbeitslosenunterstützung beziehen.</em></p>
<p><em>Die Schuldenbremse in die Verfassung zu schreiben, ist ein Unding. (Dies wäre) verfassungsrechtlich nicht unbedenklich. Budget ist in Zahlen geronnene Regierungspolitik. Wählerinnen und Wähler haben die Möglichkeit, über Politik zu entscheiden. Eine Selbstfesselung des politischen Systems ist Beschneidung der Demokratie: Wenn der Wirtschaftsabschwung Staatsinterventionen erfordert, müssen auch die Instrumente da sein.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Markus Fichtinger</strong> (nicht zu verwechseln mit Michael Fichtinger, stellvertrender Bundessprecher des LIF!) geht auf den Kern der Debatte überhaupt nicht ein; vielmehr spielt er sich zum Schiedsrichter über Liberalismus auf:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;(Pohoryles Angriffe zeigen), dass die politische, gesellschaftliche und ökonomische Grundhaltung des Liberalen Forums nicht einmal annäherungsweise dem Prädikat &#8216;iberal&#8217; nahekommt. (&#8230;) Mit der Verteidigung Schulmeisters und dem Verweis auf den Keynesianismus, der natürlich insbesondere von Sozialdemokraten begeistert aufgegriffen wurde, weil er die (pseudo-)wissenschaftliche Rechtfertigung für Staatsinterventionismus lieferte, kann man einer liberalen Grundhaltung nicht stärker abschwören. </em></p>
<p><em>Allerdings indiziert auch Pohoryles kein großes Maß an ökonomischer Kenntnis, wenn er das populärwissenschaftliches Buch von Galbraith, &#8216;The Great Crash&#8217;, als Standardwerk anführt. Ein interessanter Ausschnitt des Sittenbildes der USA dieser Jahre, eine Art &#8216;Seitenblicke&#8217; in Buchform.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Liberalismus steht für eine Grundhaltung; sie stehen für Freiheit und Menschenrechte. In Detailfragen können sie allerdings divergieren:  Die Debatte zwischen dem britischen  Wirtschaftssprecher der Liberal Party und Cambridge-Professor John M. Keynes und Friedrich von Hayek ist eine Debatte, die heute noch zwischen liberalen Parteien in Europa und innerhalb dieser geführt wird. In Holland etwa zwischen D66 und VVD, in Dänemark zwischen Venstre und Radikale Venstre. Alle diese Parteien haben aber stärkere Gemeinsamkeiten untereinander und sind Mitglieder der Europäischen Liberalen Partei <a title="ELDR" href="http://www.eldr.eu" target="_blank">ELDR</a>, die die drittstärkste Frakion im Europaparlament stellt.</p>
<p>John K. Galbraith, Professor für Nationalökonomie an der Harvard Universität und Berater von fünf amerikanischen Präsidenten hat dies in seinem Standardwerk „The Great Crash 1929“ empirisch eindrucksvoll nachgewiesen. In Fachkreisen wird diese Analyse als brilliant und kenntnisreich beschrieben, selbst Wirtschaftsnobelpreisträger <a title="Samuelson re Galbraith" href="http://www.boston.com/news/nation/washington/articles/2006/05/01/galbraiths_brilliance_keen_wit_recalled_by_friends_family_and_politicians/?rss_id=Boston+Globe+--+National+News" target="_blank">Paul Samuelson bezeichnet dieses als bedeutendes Buch über Finanz- und Wirtschaftskrisen</a>, so auch der Yale-Wirtschaftsprofessor Robert Shiller und der Historiker Arthur Schlesinger Jr.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Liberale Prinzipien: European Liberal Forum lädt zu einer europaweite Diskussion über Liberale Prinzipien</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 10:08:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liberale Prinzipien wie Freiheit und Bürgerrechte, Ausgestaltung der freien Marktwirtschaft, Chancengerechtigkeit und soziale Rechte, also politische Teilnahme- und soziale Teilhaberechte sind unter Liberalen grundsätzlich selbstverständlich, die Interpretation dieser Rechte variiert aber sowohl innerhalb der liberalen Parteien in Europa; teilweise haben &#8230; <a href="http://www.pohoryles.at/2011/09/06/liberale-prinzipien-european-liberal-forum-ladt-zu-einer-europaweite-diskussion-uber-liberale-prinzipien/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liberale Prinzipien wie Freiheit und Bürgerrechte, Ausgestaltung der freien Marktwirtschaft, Chancengerechtigkeit und soziale Rechte, also politische Teilnahme- und soziale Teilhaberechte sind unter Liberalen grundsätzlich selbstverständlich, die Interpretation dieser Rechte variiert aber sowohl innerhalb der liberalen Parteien in Europa; teilweise haben die Divergenzen sogar dazu geführt, dass die ELDR zwei Mitgliedsparteien  aus mehreren EU-Mitgliedsstaaten hat, die jeweils eine Regierungs- und eine Oppositionspartei in ihren Reihen hat.<span id="more-2150"></span></p>
<p>European Liberal Forum hat deshalb gemeinsam mit dem liberalen Think Tank der holländischen D66 und der Hans van Mierlo-Stiftung in Doorn zur zweitägigen Konferenz  &#8217;Liberal Principles Compared&#8217;  parteinahe Think Tanks aus 10 EU-Mitgliedsstaaten eingeladen. Das Liberale Zukunftsforum gehört zu den aktivsten Mitgliedsorganisationen von ELF; deshalb wurde Ronald Pohoryles als Vertreter des LZF eingeladen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>FDP im Umbruch: Schafft Rösler die Neuorientierung?</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 13:32:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht nur ein neuer Ton ist in der FDP zu hören; auch zarte Ansätze einer  politischen Neuorientierung: Philipp Rösler ist kein Guido Westerwelle, er poltert nicht, er kritisiert den politischen Kurs unter Guido Westerwelle, ohne ihn direkt anzugreifen. Er verspricht &#8230; <a href="http://www.pohoryles.at/2011/05/16/fdp-im-umbruch-schafft-rosler-die-neuorientierung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur ein neuer Ton ist in der FDP zu hören; auch zarte Ansätze einer  politischen Neuorientierung: Philipp Rösler ist kein Guido Westerwelle, er poltert nicht, er kritisiert den politischen Kurs unter Guido Westerwelle, ohne ihn direkt anzugreifen. Er verspricht einen &#8220;mitfühlenden Liberalismus&#8221;, als Schlagwort zwar von George W. übernommen , aber von ihm wohl ernst gemeint. Er verspricht eine Verbreiterung der politischen Themen. Es gehe nicht an, dass die FDP nur als Partei der Steuersenkung wahrgenommen werde. In seiner Antrittsrede sprach Rösler von den Themen, die den Parteitag aufgrund dreier Leitanträge beherrschen sollten, nämlich Europa-, Energie- und Bildungspolitik. Und äußerte sich zu sozialpolitischen Themen. &#8220;Wirtschaftsthemen spielten eine bemerkenswert geringe Rolle (in seiner Rede)&#8221;, so urteilt die FAZ in ihrer Sonntagsausgabe.</p>
<p>Wie schwierig der Weg für Rösler noch werden wird, hat sich am Parteitag aber auch gezeigt: In Energie- und Europafragen ist die Partei gespalten, oft fanden kontroverse Anträge zu den beiden Leitanträgen Europa und Energie nur knappe Mehrheiten. In Europafragen ist die Frage nicht entschieden, wie viel Europa und wie viel Deutschland: Im Leitantrag ist viel von &#8220;Staatenbund&#8221; die Rede, und in wichtigen Fragen soll der Bundestag das letzte Wort haben. Bei Energiefragen ist in der FDP der Ausstieg aus der Kernenergie unbestritten; aber das Wie und Wann war eines der zentralen Themen am Parteitag. Erstmals waren Autos mit &#8220;Kernkraft &#8211; nein danke&#8221; am Parkplatz eines FDP-Parteitags zu sehen. Ich werde über die Kontroversen noch ausführlicher berichten. Und der personelle Umbau der Parteispitze lässt noch auf sich warten. Frau Homburger konnte zum Rücktritt als Chefin der FDP-Parlamentsfraktion  nur um den Preis des Postens der 1. Stellvertreterin im FDP-Präsidium überredet werden; und im Koalitionsausschuss ist nunmehr auch vertreten. Der Rücktritt war notwendig geworden, um den glücklosen Wirtschaftsminister Brüderle zum Rücktritt zu bewegen.</p>
<p>Aber Rösler ist geduldig. Seiner Hartnäckigkeit wird es hoffentlich gelingen, &#8220;liberale Antworten für alle gesellschaftlichen Themen&#8221; zu finden und die Partei danach zu orientieren. &#8220;Abwarten, bis die Zeit reif ist, das ist das Motto Röslers&#8221;, schreibt die FAZ. Am zweiten Tag des Parteitags wurde das neue Motto der FDP plakatiert: &#8220;Freiheit: Gefühlt &#8211; Gedacht &#8211; Gelebt.&#8221;<span id="more-2015"></span></p>
<p>Am Parteitag war spürbar: nicht die Person Westerwelles war das Problem. Es geht um Politik, und um einen Wechsel von politischen Grundlinien.</p>
<p>Aufgrund der Kontroversen um die europapolitische Linie und Energiefragen konnten nur zwei der drei Leitanträge diskutiert werden. Der Leitantrag zur Bildungspolitik wurde verschoben. In allen drei Leitanträge wurde deutlich, dass die FDP noch nicht am Ende ihrer Orientierungsdiskussion ist: teils sind die Leitanträge widersprüchlich, teils unbestimmt. Dies wohl aufgrund des kollektiven Gefühls, dem neuen Präsidium die Möglichkeit einzuräumen, seine Linie zu definieren. Zahlreiche Abänderungsanträge wurden auch explizit aus diesem Grund zurückgezogen.</p>
<p>Zum neuen Parteiprogramm ist es noch ein weiter Weg; es wird derzeit erarbeitet und soll dem nächsten Parteitag vorgelegt werden. Manche Differenzen scheinen unüberbrückbar: Unter dem Motto<a title="FDP Grundsatzprogtramm 2012" href="http://www.chancen-für-morgen.de"> &#8220;Chancen für morgen - FDP&#8221;</a> hat der Bundesvorstand eine Debatte über ein neues Parteiprogramm begonnen.  Vier Grundsatzfragen sollen darin behandelt werden:</p>
<ul>
<li>Wo ist die Freiheit heute bedroht, wo hat sie Chancen?</li>
<li>Welche Werte und Prinzipien sind für uns besonders wichtig?</li>
<li>Wie beschreiben wir die Vision einer liberalen Gesellschaft?</li>
<li>Welche strategischen uns programmatische Prioritäten setzt liberale Politik zu ihrer Realisierung?</li>
</ul>
<p>Wie schwierig Konsens in dieser Frage ist, zeigen zwei unterschiedliche Gruppierungen in der FDP:</p>
<ul>
<li>Der <a title="Dahrendorfkreis" href="http://www.dahrendorf-kreis.eu/">Dahrendorf-Kreis </a>steht in seiner liberalen Haltung dem LIF nahe:</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8220;<em>Der gesellschaftliche Umbruch braucht einen liberalen Kompass. Unsere Überzeugung ist, dass Leistung und Solidarität, aber auch Markt und Gerechtigkeit als sich jeweils ergänzende Paare gesehen werden müssen&#8221;, so die vorwiegend aus FDP-MEPs zusammengesetzte Gruppierung.</em></p></blockquote>
<ul>
<li>Der <a title="Stresemann Club" href="http://www.stresemannclub.de">Stresemann Club</a> hingegen vertritt Positionen, die die FDP in jene Zeiten zurückbringen will, wo sie der FPÖ nicht unähnlich war, in die Zeiten vor Walter Scheel und Hans-Dietrich Genscher.</li>
</ul>
<blockquote><p><em>Das Motto des Stresemann Clubs lautet: &#8220;liberal.demokratisch.patriotisch&#8221;.<br />
Einige Kernaussagen:<br />
&#8220;Wir wollen (&#8230;) sehen keine Alternative zur Kernenergie&#8221;<br />
&#8220;Wir wollen weg vom europäischen Einheitsstaat und hin zum Bund guter Nachbarn&#8221;<br />
&#8220;Migration, die nützt statt schadet: Migration in die Sozialsysteme verhindern&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Wie man diese Strömungen unter einen Hut bringen kann (und ob man das soll), ist eine mehr als offener Frage. In den Niederlanden etwa haben diese Position zur Abspaltung der D66 von der VVD geführt. Ähnliches ist in den skandinavischen Ländern passiert. Für eindeutige Aussagen und ein schärferes Profil wäre dies wohl nützlich.</p>
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