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	<title>Ronald J. Pohoryles &#187; Liberale Grundlagen</title>
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	<description>Europäische und Internationale Angelegenheiten</description>
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		<title>Nick Clegg (Liberal Democrats): &#8220;Tax the Rich&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 16:05:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liberale verlangen Steuergerechtigkeit und einen adäquaten Beitrag der Wohlhabenden zur Sanierung der Staatshaushalte. Dies versteht beispielsweise der Chef der Liberalen in Großbritannien, Nick Clegg, als "verantwortungsvollen Kapitalismus", wie er auch im Grundatzprogramm des Liberalen Forum verankert ist. <a href="http://www.pohoryles.at/2012/01/18/nick-clegg-liberal-democrats-tax-the-rich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.pohoryles.at/2012/01/18/nick-clegg-liberal-democrats-tax-the-rich/nick-clegg/" rel="attachment wp-att-2419"><img class="alignleft size-full wp-image-2419" title="Nick Clegg" src="http://www.pohoryles.at/docs/2012/01/Nick-Clegg.jpeg" alt="" width="225" height="225" /></a><a title="Nick" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nick_Clegg" target="_blank">Nick Clegg</a> zeigt – endlich – liberales Profil: Er fordert einen <a title="i on Clegg" href="http://www.independent.co.uk/hei-fi/news/clegg-courts-public-support-with-call-for-a-tax-the-rich-budget-6290312.html?origin=internalSearch" target="_blank">„verantwortungsbewußten Kapitalismus“</a>. Für das britische Budget, das am 21. März verabschiedet werden sollen, verlangt er, dass auch die Wohlhabenden ihren Beitrag leisten sollten. Im Wortlaut: „tax the rich“: Die Programme zur Reduktion des britischen Staatsdefizits würden ansonsten unfairerweise nur den Mittelstand und die Unterschicht treffen.</p>
<p>Im besonderen fordert Nick Clegg eine Steuer auf Wohnsitze, deren Wert 2 Millionen Pfund übersteigt, Steuerprivilegien ortet er beim Verkauf von Grund und Boden sowie Häusern und Eigentumswohnungen. Die LibDems stehen geschlossen hinter dem Wirtschafts- und Steuerprogramm von Nick Clegg und fordern darüber hinaus die Besteuerung von Grund und Boden und die Streichung von Steuerprivilegien für Pensionsbeiträge bei höheren Einkommen.</p>
<p>Eine weitere Forderung betrifft die Einkommen von ausländischen Einwohnern nach siebenjährigem Aufenthalt zur Gänze in Großbritannien zu besteuern. Bisher konnten diese ihre Steuern im steuergünstigeren Ausland bezahlen.</p>
<p>Einen wichtigen Vorschlag Nick Cleggs hat dieser als „John Lewis Volkswirtschaft“ bezeichnet: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von John Lewis, der größten britischen Modekette, haben Anrecht auf Firmenaktien. Der liberale Wirtschaftsminister Ed Davey prüft derzeit, ob den Angestellten ein Recht auf den Erwerb von Firmenaktien zugestanden werden kann.</p>
<p>Diese Forderung ist übrigens bereits im <a title="Freiburger Programm der FDP" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freiburger_Thesen" target="_blank">Freiburger Programm der FDP</a> 1969 und im <a title="LIF Grundsatzprogramm" href="http://www.pohoryles.at/docs//2009/08/20090812_lif_grundsatzprogramm.pdf" target="_blank">Grundsatzprogramm des Liberalen Forums</a> enthalten.<span id="more-2418"></span></p>
<p>Im Grundsatzprogramm des Liberalen Forums heisst es:</p>
<blockquote><p>&#8220;Privateigentum stellt für uns im Wirtschaftsleben eine unverzichtbare Grundlage eigenverantwortlichen Handelns dar, findet aber wie alle anderen Grundrechte seine Grenze in der Notwendigkeit, sozialen und ökologischen Missbrauch der mit dem Eigentum verbundenen Verfügungsgewalt zu verhindern.  Der Möglichkeit zum Erwerb von persönlichem Eigentum und dessen Schutz stellen ein unverzichtbares Bürgerrecht dar. (&#8230;) Das Liberale Forum bekennt sich zur Mitarbeiterbeteiligung und zu Möglichkeiten der Erfolgs- und Gewinnbeteiligung.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der konservative Finanzminister Osborne leistet hier natürlich hinhaltenden Widerstand. Zu hoffen, dass sich die LibDems hier auch durchsetzen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Alt, aber gut: Europa – Too Big To Fail? Meine Diskussion mit J. Voggenhuber, S. Zöhrer, und W. Reisinger</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 16:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei der Vorbereitung meiner Diskussion mit Dick Roche (Bericht folgt morgen) bin ich auf einen Stream gestossen, der von ähnlichem handelt: Europa- Too big to fail? Die Diskussion war natürlich auf Deutsch. Nota bene: auch für die Diskussion mit Dick &#8230; <a href="http://www.pohoryles.at/2011/12/21/alt-aber-gut-europa-too-big-to-fail-meine-diskussion-mit-j-voggenhuber-s-zohrer-und-w-reisinger/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Vorbereitung meiner Diskussion mit Dick Roche (Bericht folgt morgen) bin ich auf einen Stream gestossen, der von ähnlichem handelt: <a title="Europa – Too Big To Fail?" href="http://supertaalk.at/2011/06/18/europa-too-big-to-fail/" target="_blank">Europa- Too big to fail?</a> Die Diskussion war natürlich auf Deutsch. Nota bene: auch für die Diskussion mit Dick Roche wird es im Jänner einen Stream geben.</p>
<p>An der Diskussion im <a href="http://www.adriawien.at/" target="_blank">Adria</a> am Donaukanal nahmen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Voggenhuber" target="_blank">Johannes Voggenhuber</a>, ehem. Mitglied des Verfassungskonvent über eine <a title="Europäische Verfassung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verfassung" target="_blank">Europäische Verfassung</a>; Susanne Zöhrer,<a href="http://zurpolitik.com/author/susanne-zoehrer/" target="_blank">Sozialwissenschafterin</a> und <a href="http://thesandworm.wordpress.com/" target="_blank">Bloggerin</a>; Ronald Pohoryles,  Europasprecher des <a href="../" target="_blank">LIF</a>und Werner Reisinger Zeithistoriker und Blogger auf <a href="http://nonapartofthegame.eu/?author=4" target="_blank">nonapartofthegame.eu</a>. teil. Durch die Sendung führte <a href="http://nonapartofthegame.eu/?author=5" target="_blank">Karl Schönswetter</a>.</p>
<p>Ich hoffe, dass die Diskussion auch für jene anregend ist, die an der Diskussion im Sommer nicht teilhaben konnten.</p>
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		<title>Wirtschaftspolitische Debatten in Österreich; mitunter nicht einfach</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 16:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[“Autoritäre Staaten  scheinen (in den 1930er Jahren, Anm. des Übersetzers) die Probleme der Arbeitslosigkeit zu Lasten von Freiheit und Effizienz besser lösen zu können. Es ist sicher, dass die Welt nicht viel länger Massenarbeitslosigkeit zu tolerieren. Aber es ist möglich, &#8230; <a href="http://www.pohoryles.at/2011/12/08/wirtschaftspolitische-debatten-in-osterreich-mitunter-nicht-einfach/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><address><em>“Autoritäre Staaten  scheinen (in den 1930er Jahren, Anm. des Übersetzers) die Probleme der Arbeitslosigkeit zu Lasten von Freiheit und Effizienz besser lösen zu können. Es ist sicher, dass die Welt nicht viel länger Massenarbeitslosigkeit zu tolerieren. Aber es ist möglich, durch eine richtige Analyse das Problem zu lösen und zugleich Freiheit und Effizienz zu erhalten“ (John M. Keynes, Allgemeine Theorie, 1936; eigene Übersetzung).</em></address>
</blockquote>
<p>Eine nicht uninteressante Diskussion zur aktuellen Schuldenkrise findet derzeit auf der Diskussionsseite <strong>der „Presse“</strong> statt, die ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte, und nicht nur deshalb, weil ich selbst daran beteiligt bin.</p>
<p><strong><em>Stephan Schulmeister</em></strong>, Ökonom am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung, hat in seinem lesenswerten Kommentar „<a title="Schulmeister in der Presse" href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/709318/Schuldenbremse-als-Symptomkur_Schnurstracks-in-die-Depression?from=simarchiv" target="_blank"><strong><em>Schuldenbremse als Symptomkur: Schnurstracks in die Depression</em></strong></a>“ die These stark gemacht, dass radikale Sparkuren den Abschluss einer Entwicklung bilden, die mit der Aufgabe des Systems fester Wechselkurse begonnen hat. Durch die Spekulation mit „Credit Default Swaps“ gegen das schwächste Euroland begann ein Dominoeffekt, der in der Eurokrise endete.</p>
<p>Darauf antwortete der BZÖ-Wirtschaftssprecher <strong><em>Christian Ebner</em></strong> mit einer Polemik, die den Kern der Sache verfehlte: „<strong><em><a title="Ebner" href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/711225/Die-unheilvolle-Politik-des-Verteilens-von-geborgtem-Geld?from=suche.intern.portal" target="_blank">Die unheilvolle Politik des Verteilens von geborgtem Geld &#8211; Die Schuldenbremse ist Kinderschutz</a>.</em></strong>“  Er kritisiert  die Verteilungspolitik mit geborgtem Geld geht; diese ging  zulasten unserer Kinder und Enkelkinder. Die Argumentation ist absurd; bekanntlich gibt es verschiedenste Möglichkeiten zur Rückzahlung von Staatsschulden. Die Ratingagenturen verschärfen dies freilich. Schadenfroh stellt Ebner dazu fest, dass die Macht der Ratingagenturen der gegenwärtigen österreichischen Bundesregierung schade, weil diese zur Erhöhung der Schuldenlast durch die Erhöhung der Kreditzinsen für die Staatsverschuldung führt.</p>
<p>Das gab den Ausschlag für eine scharfe Reaktion (<strong><em>Ronald Pohoryles, „<a title="Poho" href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/712876/Erschreckende-Ahnungslosigkeit-imposant-praesentiert?from=suche.intern.portal" target="_blank">Erschreckende Ahnungslosigkeit – imposant präsentiert</a>“</em></strong>). Ich versuchte, den simplen Sachverhalt zu verdeutlichen, den Ebner und leider oft auch ein größeres Publikum nicht verstanden haben: Austerity-Politik in der Krise bedeutet nur eine Verschärfung dieser Krise. Zugrunde gegangene Betriebe zahlen eben keine Steuern und Sozialabgaben, und gleiches gilt für Arbeitslose. Zukunftsinvestitionen in Forschung, Bildung und Infrastruktur unterbleiben; eine Abwärtsspirale. <a title="Galbraith" href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Kenneth_Galbraith" target="_blank">John K. Galbraith</a>, Professor für Nationalökonomie an der Harvard Universität und Berater von 5 amerikanischen Präsidenten hat dies in seinem Standardwerk „The Great Crash 1929“ empirisch eindrucksvoll nachgewiesen. In Fachkreisen wird diese Analyse als <a title="Galbraith post-mortem" href="http://www.boston.com/news/nation/washington/articles/2006/05/01/galbraiths_brilliance_keen_wit_recalled_by_friends_family_and_politicians/?rss_id=Boston+Globe+--+National+News" target="_blank">brilliant und kenntnisreich </a>beschrieben.</p>
<p>Prompt eilt <strong><em>Markus Fichtinger</em></strong> (nicht zu verwechseln mit Michael Fichtinger, stellvertrender Bundessprecher des LIF!), dem gescholtenen Ebner in seinem Beitrag „<strong><em><a title="Fichtinger" href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/713966/Ueber-den-Mangel-an-liberalen-Grundsaetzen-bei-den-Liberalen?from=suche.intern.portal" target="_blank">Über den Mangel an liberalen Grundsätzen bei den ‚Liberalen‘</a>“ </em></strong>zur Hilfe.</p>
<p>Herr Fichtinger schwingt sich zunächst zum Oberschiedsrichter in Liberalismusfragen auf. Er ist offensichtlich Anhänger von Friedrich von Hayek und Gegner von John M. Keynes; das ist sein gutes Recht. Die Debatte zwischen Keynes und von Hayek ist allerdings eine Debatte, die heute noch zwischen liberalen Parteien in Europa und innerhalb dieser geführt wird. In Holland etwa zwischen D66 und VVD, in Dänemark zwischen Venstre und Radikale Venstre. In Großbritannien (LibDem), Deutschland (FDP)und Österreich (LIF)wird diese Debatte innerparteilich geführt. Alle diese Parteien sind Mitglieder der Europäischen Liberalen Partei ELDR, die die drittstärkste Frakion im Europaparlament stellt.<br />
Auf volkswirtschaftliche Fragestellungen geht er allerdings nicht ein. <span id="more-2367"></span>Hier einige Originalzitate:</p>
<p><strong>Schulmeister</strong>:</p>
<blockquote><p><em>„Mithilfe von Credit Default Swaps (CDS) begannen die Finanzalchemisten auf den Bankrott von Staaten zu wetten, und sie wählten als erstes Ziel das schwächste Glied der ‚Eurokette‘, Griechenland. Die Zinsen stiegen immer mehr, ein Rettungsschirm musste her. Und eine radikale Sparkurs. In der Folge schrumpfte die Wirtschaft vier Jahre lang, und damit war klar: Die Krise ist im Speziellen eine ‚Griechenland-Krise‘. In der Zwischenzeit erfasste die „CDS-Epidemie“ immer mehr Länder, die Zinsen stiegen in allen hoch verschuldeten Ländern. Damit war klar: Die Krise ist im Allgemeinen eine Staatsschuldenkrise.</em></p>
<p><em>Also müssen jetzt alle Euroländer ihre Sparkuren verstärken und so die Krise verschärfen. Dies wäre nur dann nicht der Fall, wenn Unternehmen und Haushalte ihre Nachfrage kompensatorisch ausweiteten. Tatsächlich machen sie das Gegenteil, da die Sparpolitik ihre Einkommen verringert. “</em></p></blockquote>
<p><strong>Ebner</strong> geht darauf gar nicht ein; lediglich zur Verschuldenskrise hat er eine Meinung:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Wahr ist: Niemand hat die Staaten gezwungen, sich über beide Ohren zu verschulden. Linkspopulistische Regierungen – egal, ob in Athen, Washington oder Wien – haben sich schlicht und einfach Stimmen erkauft, indem sie viel geborgtes Geld verteilt haben.(&#8230;) Zum Glück gibt es den Weitblick der viel gescholtenen Finanzmärkte und Ratingagenturen. Sie haben erkannt: Die Steuererhöhungs- und Verschuldungspolitik der SPÖVP-Regierung führt Österreich geradewegs in den Ruin. Wenn Österreich höhere Zinsen für die Staatsschulden bezahlen muss, wird das nicht nur irgendwann, sondern unmittelbar budgetwirksam.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Zur Staatsverschuldung: bekanntlich gibt es verschiedenste Möglichkeiten zur Rückzahlung von Staatsschulden; etwa die Rückzahlung dieser im Wirtschaftsaufschwung. Und Wirtschaftsaufschwung ist üblicherweise von inflationären Tendenzen begleitet, was sich wiederum auf die Verschuldung auswirkt. Die Ratingagenturen verschärfen dies freilich. Auf Schulmeisters Argument mit der internationalen Währungsspekulation geht Ebner übrigens mit keinem einzigen Wort ein. Schadenfroh stellt er lediglich fest, dass die Macht der Ratingagenturen der gegenwärtigen österreichischen Bundesregierung schade, weil diese zur Erhöhung der Schuldenlast durch die Erhöhung der Kreditzinsen für die Staatsverschuldung führe.</p>
<p>In grotesker Verzerrung bezeichnet er darüber hinaus Stephan Schulmeister als „Chefprediger des Austromarxismus“. Das ist absurd: Ebner vermag zwischen einer modernen Fassung von Keynes&#8217; Wirtschaftstheorie und deren Anwendung auf die heutige weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise und dem Marxismus nicht zu unterscheiden. Immerhin wäre es doch erstaunlich, wenn ein prominenter Wissenschaftler am WIFO als Austro-Marxist eine so wesentliche Stellung über eine so lange Zeit einnehmen würde&#8230;</p>
<p><strong>Pohoryles&#8217;</strong> Replik:</p>
<p>Austerity-Politik in der Krise bedeute nur eine Verschärfung dieser Krise, so Keynes. Im Abschwung ist – produktiv eingesetzte – Staatsverschuldung kein Problem, sofern diese Schulden im Aufschwung wieder zurückgezahlt werden; Sozialdemokraten haben leider auf Letzteres vergessen. Staatsinterventionen im Abschwung helfen, Krisen zu vermeiden, Austerity-Politik hingegen verschärft sie. John Galbraith hat dies in seinem Standardwerk „The Great Crash 1929“ eindrucksvoll nachgewiesen.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Dass die Verschuldung von Staatsbudgets durchaus anders zu managen ist als die Verschuldung privater Haushalte,  Durch Tilgung der Schulden im Aufschwung etwa. Im Aufschwung, der üblicherweise mit einer gewissen Inflation verbunden ist, können die Schulden getilgt werden, auch Steuererhöhungen können in bestimmten Fällen helfen. </em></p>
<p><em>Austerity-Politik führt zum Gegenteil: Mangelnde Nachfrage führt zu Betriebsschließungen, geschlossene Betriebe zahlen definitionsgemäß keine Steuern. Arbeitslose als Konsequenz der Betriebsschließungen auch nicht – vielmehr erhöhen sie die Staatsverschuldung, da sie in irgendeiner Form Arbeitslosenunterstützung beziehen.</em></p>
<p><em>Die Schuldenbremse in die Verfassung zu schreiben, ist ein Unding. (Dies wäre) verfassungsrechtlich nicht unbedenklich. Budget ist in Zahlen geronnene Regierungspolitik. Wählerinnen und Wähler haben die Möglichkeit, über Politik zu entscheiden. Eine Selbstfesselung des politischen Systems ist Beschneidung der Demokratie: Wenn der Wirtschaftsabschwung Staatsinterventionen erfordert, müssen auch die Instrumente da sein.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Markus Fichtinger</strong> (nicht zu verwechseln mit Michael Fichtinger, stellvertrender Bundessprecher des LIF!) geht auf den Kern der Debatte überhaupt nicht ein; vielmehr spielt er sich zum Schiedsrichter über Liberalismus auf:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;(Pohoryles Angriffe zeigen), dass die politische, gesellschaftliche und ökonomische Grundhaltung des Liberalen Forums nicht einmal annäherungsweise dem Prädikat &#8216;iberal&#8217; nahekommt. (&#8230;) Mit der Verteidigung Schulmeisters und dem Verweis auf den Keynesianismus, der natürlich insbesondere von Sozialdemokraten begeistert aufgegriffen wurde, weil er die (pseudo-)wissenschaftliche Rechtfertigung für Staatsinterventionismus lieferte, kann man einer liberalen Grundhaltung nicht stärker abschwören. </em></p>
<p><em>Allerdings indiziert auch Pohoryles kein großes Maß an ökonomischer Kenntnis, wenn er das populärwissenschaftliches Buch von Galbraith, &#8216;The Great Crash&#8217;, als Standardwerk anführt. Ein interessanter Ausschnitt des Sittenbildes der USA dieser Jahre, eine Art &#8216;Seitenblicke&#8217; in Buchform.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Liberalismus steht für eine Grundhaltung; sie stehen für Freiheit und Menschenrechte. In Detailfragen können sie allerdings divergieren:  Die Debatte zwischen dem britischen  Wirtschaftssprecher der Liberal Party und Cambridge-Professor John M. Keynes und Friedrich von Hayek ist eine Debatte, die heute noch zwischen liberalen Parteien in Europa und innerhalb dieser geführt wird. In Holland etwa zwischen D66 und VVD, in Dänemark zwischen Venstre und Radikale Venstre. Alle diese Parteien haben aber stärkere Gemeinsamkeiten untereinander und sind Mitglieder der Europäischen Liberalen Partei <a title="ELDR" href="http://www.eldr.eu" target="_blank">ELDR</a>, die die drittstärkste Frakion im Europaparlament stellt.</p>
<p>John K. Galbraith, Professor für Nationalökonomie an der Harvard Universität und Berater von fünf amerikanischen Präsidenten hat dies in seinem Standardwerk „The Great Crash 1929“ empirisch eindrucksvoll nachgewiesen. In Fachkreisen wird diese Analyse als brilliant und kenntnisreich beschrieben, selbst Wirtschaftsnobelpreisträger <a title="Samuelson re Galbraith" href="http://www.boston.com/news/nation/washington/articles/2006/05/01/galbraiths_brilliance_keen_wit_recalled_by_friends_family_and_politicians/?rss_id=Boston+Globe+--+National+News" target="_blank">Paul Samuelson bezeichnet dieses als bedeutendes Buch über Finanz- und Wirtschaftskrisen</a>, so auch der Yale-Wirtschaftsprofessor Robert Shiller und der Historiker Arthur Schlesinger Jr.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Das Liberale Zukunftsforum lädt ein: Nachhaltiges Wachstum aus liberaler Sicht</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 09:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ELF Yellow salon: Liberal Answers to innovation and growth: Overcoming sustainably the economic crisis Vienna, Austria, 29 November 2011, 4:00 p.m. Venue: Gallery Art-Com, Schottenfeldgasse 69, 1070 Vienna Die letzte diesjährige Veranstaltung des Liberalen Zukunftsforum wendet sich einem Thema zu, &#8230; <a href="http://www.pohoryles.at/2011/11/28/das-liberale-zukunftsforum-ladt-ein-nachhaltiges-wachstum-aus-liberaler-sicht-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p align="center"><strong><em><strong>ELF Yellow salon:<br />
Liberal Answers to innovation and growth: Overcoming sustainably the economic crisis</strong></em></strong></p>
<p align="center"><strong><em><strong></strong>Vienna, Austria, 29 November 2011, 4:00 p.m.</em></strong><strong></strong></p>
<p align="center"><strong><em>Venue: Gallery Art-Com, Schottenfeldgasse 69, 1070 Vienna</em></strong></p>
<p align="center">Die letzte diesjährige Veranstaltung des Liberalen Zukunftsforum wendet sich einem Thema zu, dass die Grünen zu  monopolisieren versuchen.</p>
<p align="center">Die Partei der europäischen Liberalen, die  <a title="ELDR" href="http://ww.eldr.eu/" target="_blank">ELDR</a> hat im Vorjahr die niederländische <a title="D66" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Democraten_66" target="_blank">D66</a> damit beauftragt, realistische Perspektiven für nachhaltiges Wachstum zu entwickeln, das ökomomische Notwendigkeiten mit Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft verbindet.</p>
<p>Der schwedische liberale Think-Tank <a title="FORES" href="http://www.fores.se/forum-for-reforms-entrepreneurship-and-sustainability-fores" target="_blank">‘Forum for Reforms, Entrepreneurship and Sustainability (FORES)’</a> hat sich seit Jahren genau diesem Thema verschrieben und beteiligt sich an der Diskussion ebenso wie der <a title="Green LibDems" href="http://greenlibdems.org.uk/en/" target="_blank">grüne Flügel der britischen LibDems</a>.</p>
<p>Das genaue Programm finden Sie <a title="Growth" href="http://www.pohoryles.at/2011/11/04/das-liberale-zukunftsforum-ladt-ein-nachhaltiges-wachstum-aus-liberaler-sicht/" target="_blank">hier</a>.</p>
</div>
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		<title>Liberales Zukunftsforum zum Nationalfeiertag: Wie antworten auf die Politikverdrossenheit?</title>
		<link>http://www.pohoryles.at/2011/10/24/liberales-zukunftsforum-zum-nationalfeiertag-wie-antworten-auf-die-politikverdrossenheit/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 09:28:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Liberale Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[European Liberal Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Liberales]]></category>
		<category><![CDATA[Liberales Zukunftsforum]]></category>
		<category><![CDATA[LZF]]></category>

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		<description><![CDATA[Gemeinsam mit dem European Liberal Forum veranstaltet das Liberale Zukunftsforum eine Veranstaltung zum Thema Liberal Answers to Disenchantment with Politics, Euroscepticism and Populism 25. Oktober 2011, 16 bis 20 Uhr Wien, Galerie Art-Com, Schottenfeldgasse 69, 1070 Wien. Ich lade herzlichst &#8230; <a href="http://www.pohoryles.at/2011/10/24/liberales-zukunftsforum-zum-nationalfeiertag-wie-antworten-auf-die-politikverdrossenheit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinsam mit dem European Liberal Forum veranstaltet das Liberale Zukunftsforum eine Veranstaltung zum Thema</p>
<h2>Liberal Answers to Disenchantment with Politics, Euroscepticism and Populism</h2>
<div>
<p><strong>25. Oktober 2011, 16 bis 20 Uhr</strong></p>
<div><strong>Wien, Galerie Art-Com, Schottenfeldgasse 69, 1070 Wien.</strong></div>
</div>
<div>Ich lade herzlichst dazu ein.<span id="more-2240"></span></div>
<h2></h2>
<h2>Liberal Answers to Disenchantment with Politics, Euroscepticism and Populism</h2>
<div>
<p><strong>25. Oktober 2011, 16 bis 20 Uhr</strong></p>
<div><strong>Wien, Galerie Art-Com, Schottenfeldgasse 69</strong></div>
</div>
<div>
<p>A seminar organised by the European Liberal Forum at the occasion of the Austrian National Holiday with the support of Liberal Future Forum (LZF) and NOVUM, funded by the European Parliament.</p>
</div>
<div>
<p> On 25 October 2011 ELF will organise a seminar in Vienna with the support of the Liberal Future Forum. Topic of the event is &#8216;Liberal Answers to the disenchantment with politics: What is the role of public participation, what the role of representative democracy?</p>
<p>Disenchantment with politics and policies across Europe serves the populists well and endangers the political system in Europe as much as the European integration process. Disenchantment with politics leads as well to the rise of populist parties, which is threatening the basic European values.</p>
<p>The event will look at the reasons behind and will develop answers to overcome this trend. What liberal answer can we offer to this threat?</p>
<p><strong>Programme</strong></p>
<p>Working Languages: German &amp; English (Translation partially provided)</p>
<p>25 October 2011</p>
<p>14:00 Working lunch (on invitation only)</p>
<p>16:00 Welcome</p>
<p>Felicita Medved, ELF</p>
<p>Ronald Pohoryles, Liberal Future Forum</p>
<p>16:15 -17:15 Disenchantment with Politics: Threats and liberal answers</p>
<p>Speaker: Ronald J Pohoryles, Liberal Future Forum</p>
<p>Participants: Giulio Ercolessi,Critica Liberale, Sebastian Springer (LJF), Jeroen Diepemaat, LYMEC</p>
<p>17:15 – 17:45 Public Debate</p>
<p>17:45 Coffee Break</p>
<p>18:00 – 18:30 Liberal Answers to Disenchantment, Euroscepticism and Populism</p>
<p>Speaker: Dirk Verhofstadt, Liberales, Brussels</p>
<p>18:30 – 19:00 Public Debate</p>
<p>19:00 &#8211; 19:30 Resumé of the seminar</p>
<p>19:30 – 20:30 Reception</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
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