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	<title>Ronald J. Pohoryles &#187; Kunst und Kultur</title>
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	<description>Blog von Ronald J. Pohoryles, Europasprecher des Liberalen Forum.</description>
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		<title>Zum Tod von Alfred Hrdlicka: Das hat er sich nicht verdient</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 18:53:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[LIF]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Alfred Hrdlicka (1928 &#8211; 2009) war einer der bedeutendsten Künstler, die dieses Land in der Nachkriegszeit hervorgebracht hat. Seine Kunst zu besprechen ist nicht mein Ressort; sie war aber immer auch politisch. Glaubwürdig die Trauer der Sozialdemokraten und der Grünen, denen ich mich in meinem eigenen, aber sicher auch im Namen des LIF anschliesse. Wehren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alfred Hrdlicka (1928 &#8211; 2009) war einer der bedeutendsten Künstler, die dieses Land in der Nachkriegszeit hervorgebracht hat. Seine Kunst zu besprechen ist nicht mein Ressort; sie war aber immer auch politisch.<br />
Glaubwürdig die Trauer der Sozialdemokraten und der Grünen, denen ich mich in meinem eigenen, aber sicher auch im Namen des LIF anschliesse. Wehren kann er sich aber nicht mehr gegen die scheinheiligen Krokodilstränen von ÖVP und &#8211; man staune &#8211; FPÖ.<span id="more-950"></span><br />
Sein Protest gegen Krieg, Faschismus und Gewalt brachte er künstlerisch zum Ausdruck; in Erinnerung sind das berühmte Pferd als Protest gegen Waldheims verschleierte Nazi-Vergangenheit; jenes Pferd, als die figurale Umsetzung eines Witzes des verstorbenen Altkanzlers Fred Sinowatz gedacht: Dieser hatte gemeint, dass wohl Waldheims Pferd bei der SA-Reiterei gewesen sei, wenn es Waldheim nicht gewesen wäre.</p>
<p>Die ÖVP schäumte damals; &#8220;Nestbeschmutzer&#8221; und &#8220;Uralt-Stalinist&#8221; waren noch die harmlosesten der Beschimpfungen, die sich Alfred Hrdlicka von dieser Seite anhören durfte. Von der FPÖ zu schweigen&#8230;</p>
<p>Sein wohl umstrittenstes Werk &#8211; und meiner Meinung nach sein wichtigstes &#8211; war das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus, das 1991 fertiggestellt wurde. Nicht nur die Rechte protestierte, auch Opfer fühlten sich durch die Darstellung des zum Putzen mit der Zahnbürste gezwungenen Juden an die Vergangenheit erinnert und brüskiert. Ich halte es dennoch für ein großartiges Mahnmal.</p>
<p>Verhöhnung eines Toten, anders läßt es sich nicht erklären, dass die ÖVP ausgerechnet die unerbittliche Innenministerin die Trauer der Konservativen heucheln lässt. Nur überboten vom Hohn der FPÖ, die aus dem Mund ihrer Kultursprecherin &#8211; ja, das soll die FPÖ tatsächlich haben &#8211; verkünden lässt, dass Hrdlicka zwar ein Kommunist gewesen wäre, aber &#8220;aus seinem Herzen&#8221;&#8230;</p>
<p>Man bleibt sprach- und fassungslos angesichts dieser Geschmacklosigkeiten.</p>
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		<title>Neue Botschaft in Wien: Die Kunst der Diplomatie</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 10:26:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Jérôme Segal verdanke ich folgenden Hinweis, den ich gerne mit den Leserinnen und Lesern des Blogs teile:  Am 29. September 2009 wurde eine neue Botschaft eröffnet. Diese Botschaft, die gebührend eingeweiht wurde, vertritt OneState , „einen Staat“, geographisch zusammengesetzt aus Israel und Palästina. Zwei Künstler, Tal Adler und Osama Zatar, die aus Israel und Palästina stammen, aber beide [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Segal" href="http://jsegalavienne.wordpress.com/" target="_blank">Jérôme Segal </a>verdanke ich folgenden Hinweis, den ich gerne mit den Leserinnen und Lesern des Blogs teile: </p>
<p>Am 29. September 2009 wurde eine neue Botschaft eröffnet. Diese Botschaft, die gebührend eingeweiht wurde, vertritt <a href="http://www.onestate-embassy.net/">OneState </a>, „einen Staat“, geographisch zusammengesetzt aus Israel und Palästina.</p>
<p>Zwei Künstler, Tal Adler und Osama Zatar, die aus Israel und Palästina stammen, aber beide in Wien leben, haben diese diplomatische Performance im Museumsquartier organisiert. Sie wurde gefilmt und <a href="http://www.ritesinstitute.org/onestate/?page_id=54">online gestellt</a>. Tal Adler und Osama Zatar sind seit dem 29. September die offiziellen Botschafter aus OneState.</p>
<p>Die Einweihungsrede wurde in einem kleinen Raum gehalten, inmitten von Landkarten aus OneState. Hier ein Auszug aus der Rede:<span id="more-762"></span></p>
<p>“Art is the manifestation of human creativity. For us, art does not only reflects or depicts reality. (…) Art has the capability of showing new ways of thinking and proposing solutions. In this very special moment and important time, when the Two-States solution is being marketed as the most appropriate solution for the conflict in the Middle-East, we would like to plant another thought for a real sustainable existence. (…) We would like to promote sharing and coexistence.”</p>
<p>Die Botschafter haben dann Samen eingepflanzt, und anschließend „mit Wasser und nicht mit Blut gegossen“.</p>
<p>Das Projekt ist ausführlich auf <a href="http://www.ritesinstitute.org/onestate/">ihrer Webseite</a> vorgestellt. Wie alle wichtigen Botschaften planen sie jetzt eine Reihe von kulturellen Veranstaltungen.  Die Idee wurde in Zusammenarbeit mit <a href="http://www.ritesinstitute.org/IsraelestineW/">Denkarium (Rites institute “israelestine“)</a> entwickelt und im MuseumsQuartier umgesetzt, wo die Künstler eine Residenz haben. wurde vorbereitet. Das Denkarium hatte schon im April eine Filmreihe in Tel Aviv organisiert.</p>
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		<title>Rettet das RSO – und den ORF gleich mit</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 15:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[LIF]]></category>
		<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute abend in Grafenegg eine großartige Aufführung: Verdis Requiem, die Niederösterreichischen Tonkünstler unter dem Chefdirigenten der BBC Philharmonic, Gianandrea Noseda. Verdi hat dieses Requiem bekanntlich nach dem Tod seines Freundes, des Dichters und großen italienischen Republikaners Alessandro Manzoni (1873) zu dessen Ehren komponiert. Die Freude war allerdings nicht ungetrübt: vom BBC Philharmonic Orchestra ist der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute abend in Grafenegg eine großartige Aufführung: Verdis Requiem, die Niederösterreichischen Tonkünstler unter dem Chefdirigenten der BBC Philharmonic, Gianandrea Noseda. Verdi hat dieses Requiem bekanntlich nach dem Tod seines Freundes, des Dichters und großen italienischen Republikaners Alessandro Manzoni (1873) zu dessen Ehren komponiert.<br />
Die Freude war allerdings nicht ungetrübt: vom BBC Philharmonic Orchestra ist der Gedankensprung zum ORF Symphonieorchster RSO Wien nicht weit. Der Kampf um dessen Erhaltung geht weiter, trotz der nahezu 30.000 Unterschriften, die die Initiative <a href="http://www.onlinepetition.at" target="_blank">&#8220;Rettet das RSO&#8221;</a> bisher schon sammeln konnte. Die Initiative geht übrigens nach wie vor weiter und ich ersuche alle Leserinnen und Leser dieser Seite, die die Petition online zu unterzeichnen. Die Verhandlungen des ORF- Stiftungsrates vom 18.Juni 2009, brachten weder eine Entschärfung des sogenannten „Szenarios 4“, noch einen gangbaren Ansatz zur Lösung der Existenzkrise des RSO im 40. Jahr seines Bestehens.<br />
Die nächsten Termine in diesem Zusammenhang sind die Enquete zum Thema ORF am 16.September im Wiener Parlament, sowie ein erneuter ORF-Stiftungsrat Ende September.<br />
Der Kampf um die Erhaltung des RSO verweist aber auch auf eine tieferliegende Problematik: Es geht um die Existenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in einer pluralistischen Mediengesellschaft.</p>
<p><span id="more-659"></span><br />
Die Entwicklung der letzten Jahre war für den ORF außerordentlich ungesund. Trotz versuchter Kommerzialisierung rutschte der ORF, trotz aller &#8220;Entpolitisierung&#8221; dem Parteieneinfluss nicht wirklich entzogen, immer stärker in die roten Zahlen, und entfernte sich zugleich immer mehr von seinem eigentlichen Bildungs- und Kulturauftrag. Besonders entlarvend in diesem Zusammenhang war die jüngste Äußerung von Elmar Oberhauser anlässlich des Vertragsabschlusses des ORF mit der UEFA, die Championsleague zeitgleich mit zahlreichen anderen Privatsendern zu übertragen: Sinngemäß meinte er, sonst hätte man Eigenproduktionen herstellen und zeigen müssen, die auch Geld gekostet hätten; genau dies wäre aber der Bildungs- und Kulturauftrag des ORF.<br />
Statt seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag nachzukommen, bietet der ORF im wesentlichen ein Programm, das – zumeist zeitgleich – gemeinsam mit ausländischen Privatsendern von amerikanischen Medienkonzernen eingekauft wurde, in unzähligen Wiederholungen. Der österreichische Gebührenzahler erhält so die &#8220;Wahlmöglichkeit&#8221;, die diversen CSI-Serien, Arzt-Romanzen und ähnliche Schmonzetten auf ORF oder deutschen Privatsendern zu sehen. Gebühren dafür zahlt er sowieso.<br />
Mag schon sein, dass sich ein kleines Land wie Österreich kein öffentlich-rechtliches Fernsehen mit zwei Kanälen leisten kann. Warum reduziert man dann den ORF nicht auf einen Kanal, aber als Qualitätssender mit europäischen Produktionen (und Förderung österreichischer), ordentlicher Berichterstattung und demokratischen Zugangsmöglichkeiten (in Deutschland bringen die öffentlich-rechtlichen Kanäle bei Wahlen Belangsendungen ALLER kandidierender Parteien, in Österreich nur die jener, die auch in diversen Gremien sitzen&#8230;)? Dies würde ohne Zweifel die Kosten reduzieren, und zugleich kann dafür legitimerweise ein finanzieller Beitrag der Öffentlichkeit, der Beitragszahler und/oder der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler eingefordert werden.</p>
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		<title>Rettet das RSO &#8211; jetzt!</title>
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		<pubDate>Fri, 15 May 2009 13:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald J. Pohoryles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[LIF]]></category>
		<category><![CDATA[Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon im Dezember des Vorjahres habe ich darauf hingewiesen: Das Radio-Symphonieorchester Wien (RSO) ist in seiner Existenz bedroht. Und damit fragt sich einmal mehr, womit der ORF eigentlich seine öffentlich-rechtliche Legitimation rechtfertigt. Jetzt wird es ernst. Umso wichtiger ist es, die Petition zur Erhaltung des RSO auf www.onlinepetition.at zu unterstützen. Das RSO &#8211; Wien (Radio-Symphonieorchester [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span lang="DE-AT">Schon im Dezember des Vorjahres habe ich darauf hingewiesen: Das Radio-Symphonieorchester Wien (RSO) ist in seiner Existenz bedroht. Und damit fragt sich einmal mehr, womit der ORF eigentlich seine öffentlich-rechtliche Legitimation rechtfertigt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE-AT">Jetzt wird es ernst. Umso wichtiger ist es, die Petition zur Erhaltung des RSO auf <a href="http://www.onlinepetition.at/">www.onlinepetition.at</a> zu unterstützen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE-AT"><span id="more-554"></span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE-AT">Das RSO &#8211; Wien (Radio-Symphonieorchester Wien) gehört zu den wichtigsten Klangkörpern dieses Landes. Rundfunkorchester als solche sind in Europa keine Seltenheit. Das RSO hat aber fraglos eine herausragende Stellung. International renommiert ist es in seiner Programmgestaltung ist es einzigartig, bekannt für seine Interpretationen von (nicht nur) zeitgenössischer Musik.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE-AT">Der öffentlich-rechtliche ORF profitiert in seiner Programmgestaltung von diesem Orchester. Ö1, der Qualitätssender des Österreichischen Rundfunks, der auch im europäischen Vergleich eine hohe Reichweite erzielen kann, verdankt seine österreichische Programmidentität nicht zuletzt diesem Klangkörper.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE-AT">Die Kosten des RSO betragen gerade einmal 0,8% des ORF-Budgets, was angesichts der Leistungen des Orchesters lächerlich ist. Dem stehen – jedenfalls nach Angaben des RSO – abgesehen vom kulturpolitischen Nutzen eine Umwegrentabilität von 32 M€ gegenüber; über letzteres lässt sich natürlich diskutieren, aber das ist auch nicht die entscheidende Frage.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE-AT">Beim RSO geht es um eine kulturell bedeutsame Institution, die durch kurzfristige provinzielle Überlegungen gefährdet ist. Von unschätzbarem Wert bei der Pflege zeitgenössischer Musik und bei der Förderung junger Künstlerinnen und Künstler. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE-AT">Womit der ORF <span> </span>mit der Ausgliederung oder gar der Auflösung des Orchesters seinen Kulturauftrag erfüllen will? Mit Soap-Operas, die vom ORF sogar noch Lizenzen zahlen muss? Eine etwaige Ausgliederung des RSO verlangt darüberhinaus die Erstellung eines ausgereiften Finanzplanes, wozu sich der ORF vornehm verschweigt.</span></p>
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