Gesellschaftliche Wertvorstellungen

Mein Engagement für das LIF basiert nicht auf der Ablehnung bestimmter Inhalte, sondern auf  meiner  Zustimmung zu Werten und Zielen des LIF. Das Gesellschafts- und Menschenbild des LIF basiert auf dem alten Motiv „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ – wobei letzteres um die Gender-Dimension erweitert zu verstehen ist…(1) Das Eintreten für die Unteilbarkeit der Menschenrechte hat mich dem LIF schon früher nahe gebracht: Internationale Solidarität ist für das LIF kein Schlagwort, und dessen konsequentes Eintreten für die Rechte von Zuwanderern und deren Integration ist wie dessen Kampf gegen Xenophobie und Rassismus unbestreitbar.

Mündige und aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger sind die Voraussetzung für Demokratie. Nur gut informierte Bürgerinnen und Bürger können den Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung als Richtschnur für ihr privates und politisches Handeln erkennen. (2)
Freiheit ist kein rein ideeller Wert; Freiheit von Armut und materieller Not ist die soziale Voraussetzung zur Nutzung persönlicher Freiheitsrechte. (3)

1. „Das Liberale Forum leitet sein Liberalismusverständnis, das durch Wechselbeziehungen der Grundwerte “Freiheit”, “Gleichheit” und “Brüderlichkeit” gekennzeichnet ist, aus dem Gedankengut der großen demokratischen Freiheitsbewegungen ab. Eine konsequente Verwirklichung liberaler und demokratischer Zielvorstellungen in allen Bereichen unserer Gesellschaft ist daher vordringlich. Das Liberale Forum bekennt sich zu einer weltweiten menschenrechtlichen Grundeinstellung und zum kulturellen wie auch zum ethnischen Pluralismus. Einseitige Interpretationen von Teilaspekten liberaler Ideen, wie sie etwa im “Manchester- Liberalismus” zu Klassenbildung und Massenelend geführt haben, lehnt das Liberale Forum daher ebenso ab, wie jeden Zwang zur Gleichheit durch Nivellierung und totalitäre Ansprüche.“ (LIF-Programm)

2. „Freiheit und Selbstbestimmung sind die notwendigen Voraussetzungen individueller Verantwortlichkeit. Wir verkennen nicht, dass das freie Individuum vielfältiger sozialer und moralischer Bindungen bedarf. Diese Bindungen dürfen aber nicht zur unhinterfragbaren Regel oder zum gesellschaftlichen Diktat werden. Freiheit und Verantwortung bedingen einander: Nur wer die Freiheit anderer respektiert, kann persönliche Verantwortlichkeit von ihnen fordern – gegenüber den Mitmenschen, gegenüber Gesellschaft und Umwelt, in Bezug auf den Staat und seine Institutionen.“ (LIF-Programm)

3. „Die Sicherheit der materiellen Existenz ist eine Voraussetzung persönlicher Freiheit. Daraus leitet sich die soziale Dimension liberaler Politik ab. Das Liberale Forum sieht in der Verhinde­rung von Armut und Not eine unteilbare Aufgabe des Einzelnen und der Gesellschaft. Niemand soll der Eigenverantwortung ent­hoben, aber auch niemand der Hilflosigkeit preisgegeben werden. (…) Liberale Politik geht grundsätzlich vom Prinzip der Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen für die Sicherung seiner Lebensgrundlagen aus. (…)Wo jedoch Eigenverantwortung und Selbsthilfe zur Lösung sozialer Probleme nicht ausreichen, bedarf es der Ergänzung durch staatliches Handeln, das über das Setzen von rechtlichen Rahmenbedingungen hinausgeht. In diesem Sinne ist für das Liberale Forum staatliche Sozialpolitik unverzichtbar.“ (LIF-Programm)

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