Auch bei den Duma-Wahlen: Putin’s Wahlfälschung wissenschaftlich entlarvt

Passend zur Affäre Yawlinsky: Schon die Dezemberwahlen 2010 wurden in einem Ausmaß manipuliert, das jeglicher Beschreibung spottet: Bei regulärer Auszählung wäre Putins Partei nicht über 30%-35% der Wählerinnen- und Wählerstimmen gekommen.

Eine heute veröffentlichte Studie hat den Verdacht bestätigt, dass die Parlamentswahlen in Russland im Vorjahr massiv gefälscht wurden. Auf Grundlage russischer Unterlagen haben Peter Klimek sowie seine Kollegen Stefan Thurner und Rudolf Hanel die Ergebnisse der umstrittenen Parlamentswahl in Russland von Anfang Dezember 2010 überprüft. Das Ergebnis war selbst für Beobachter erschreckend:

“Die absolute Mehrheit ist aufgrund unserer Berechnungen völlig außer Reichweite” erklärt der Komplexitätsforscher Peter Klimek von der Medizinuni Wien gegenüber science.ORF.at.

Bewertet wurden die Ergebnisse nach der Häufigkeit, in der es in den Wahlbezirken Russlands zu Ergebnissen mit 100% Zustimmung zum Regime kam.

Insgesamt gab es bei den Wahlen in Russland 60.000 Wahlbezirke. Bei 60 Prozent hat es laut den Wiener Forschern Unregelmäßigkeiten gegeben, in 3.000 Wahlbezirken kam es zum beschriebenen Phänomen der 100 Prozent.

“Sie liegen vor allem in Dagestan und Ossetien, und ihre Ergebnisse haben ausgereicht, um landesweit für die absolute Mehrheit von Geeintes Russland zu sorgen”, sagt Klimek. Bei normalen statistischen Verteilungen, wie sie bei den anderen Wahlen auftauchen, wäre die Putin-Partei nur auf 30 bis 35 Prozent der Stimmen gekommen.

 

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