Zweifelhaftes Lob für Polizei und Ausländer

von Ronald J. Pohoryles am 21. Februar 2010 | Kein Kommentar

Gespräch im Taxi mit einem “echten” Wiener Taxler; entgegen dem landläufigen Vorurteil zeigte sich dieser durchaus ausländerfreundlich. “Es ist schon gut für uns, dass schon so viele Ausländer in Wien als Taxler arbeiten” ; kurz allerdings war die Freude. Seine Begründung hat – unfreiwillig – kabarettistische Züge: Das Verhältnis zur Verkehrspolizei, der der Ruf vorauseilt, Taxler besonders schikanös zu behandeln, habe sich deutlich verbessert, wenn auch nicht für alle Kolleginnen und Kollegen.

Ein “echter”Wiener Kollege habe im besipielsweise berichtet, er sei mit 67 km/h in der Stadt angehalten worden. Der amtshandelnde Beamte zum anderen Polizisten: “Lass’ eahm, es is’ a Österreicher”. Kommentar meines Fahrers: “A Jugo, oder gar a Türk, hätt’ geblecht; Länge mal Breite.”

Hiersoll kein Pauschalvorwurf erhoben werden; und das angebliche Gespräch zwischen Exekutive und Taxler ist nicht einmal quasi eine Zeugenaussage aus erster Hand, sondern wird vom Hörensagen berichtet. Zum Denken gibt der angebliche Vorfall aber schon – ein Blick auf die Ergebnisse der Personalvertetungswahlen bei der Wiener Exekutive lässt den Bericht durchaus plausibel erscheinen.

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