Nachtrag zu Schüssel und Co.

Im Fussball schlagen wir Deutschland (hoffen wir jedenfalls), in Europa werden wir Präsident (hofft wenigsten der KURIER). Peter Rabl legt gestern noch ein Schäuflein dazu (KURIER, 1. Novermber 2009).

“Inzwischen scheint auch klar, dass dass der von Faymann abgeschossene (…) Molterer tatsächlich die allerbesten Chancen auf die mächtige Position des Agrarkommissars gehabt hätte.”

So phantasiert jedenfalls Rabl in seinem Leitartikel. Wieso ihm das klar scheint, bleibt freilich sein Geheimnis. Nicht einmal Barroso kann dies klar gewesen sein: Bevor die Mitgliedsstaaten ihre Kandidatinnen und Kandidaten nominiert haben, wäre es äußerst unüblich, bestimmte Positionen zu vergeben. Und dies ist bekanntlich noch nicht erfolgt; und dann müssen die potentiellen Kandidatinnen und Kandidaten noch durch das Hearing des Europäischen Parlaments kommen – Demokratie gibt es ja in der EU, bei uns gelten solche Hearings als überflüssig. Und ob Molterer, wenn er denn von Barroso vorgeschlagen worden wäre,  dort befriedigende Antworten auf die Frage geben kann, wieso die Bundesfinanzagentur unter seiner Aufsicht mit Staatsgeldern auf Pump Geld verspekuliert hat, ist höchst zweifelhaft. Und ob ihm in diesem Fall das Parlament wohl die Zustimmung zu einem Ressort gegeben hätte, das bedeutende Finanzmittel der EU zu verwalten hat?

Macht nix, dann werden wir eben Präsident; außer, der Faymann verhindert’s…

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Eine Antwort auf Nachtrag zu Schüssel und Co.

  1. L.S. sagt:

    köstlich! Wir sind einfach “die Bestesten”, die EU ist unsere Dependance und überhaupt rufen wir demnächst wieder die Donaumonarchie aus :))

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