Die entsetzlichen Vorfälle in Ebensee und Ausschwitz sind leider keine Einzelfälle, sondern die Folge von wachsender “Salonfähigkeit” rassistischer und antisemitischer Einstellung in Österreich, der nur unzureichend begegnet wird. Polizeiliche Massnahmen allein reichen zur Bekämpfung nicht aus. Das Liberale Forum sieht sich daher veranlasst, vor einer Veranstaltung zu warnen, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen massiv beworben wird. Dieser Tage wurde per email von einem spanischen Server aus eine Einladung von einem Manuel Arispe zu einem Vortrag von Norman Finkelstein, dem Autor des antisemitischen Buchs “Die Holocaust-Industrie” in Wien ausgesandt. Der Vortrag sollte ursprünglich an der Universität stattfinden, einer breiten Protestbewegung gelang es, Finkelstein dort wieder auszuladen. Unter dem Vorwand, zur Lösung des Nahost-Konflikts beitragen zu wollen, wird hier Gedankengut propagiert, dass insbesondere den Beifall von Geschichtsfälschern wie David Irving, Ernst Zündel und einschlägigen rechtsradikalen Medien findet.
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Zu der Finkelstein Zensur, finde ich den Artikel im Falter interessant.
http://jerome-segal.de/Falter-21-09.jpg
(Ausgabe vom 21. Mai, s. 6).
Dazu wenn jemand bedenkliche Zitate von Finkelstein hat, bin ich sehr interessiert. Das in manche Kreise Auschwitz (übrigens mit einem ‘s’) als “Keule” (siehe Martin Walsers Rede) benutzt wird, ist glaube ich unumstritten.
Für mich gibt es viele andere bessere Angelegenheit, Antisemitismus zu denunzieren, bzw. zu bekämpfen.
- David Duke seit Jahren im Land Salzburg willkommen, http://www.salzburger-fenster.at/rubrik/lokales/1909/us-rechtsextremist-nutzt-salzburg-seit_12707.html
- Uniformierte Neonazis in Salzburger Diskothek (http://tinyurl.com/oaqwkk)
- die FPÖ Plakat gegen den Beitritt der Türkei und Israel in der EU (passend zur kommenden Wahl)
- und natürlich Ebensee.