Eine Gruppe außeruniversitäre sozialwissenschaftlicher Institute hat, gemeinsam mit der Gewerkschaft der Privatangestellten-Gewerkschaft, einen Forderungskatalog erarbeitet, der nachdrücklich vom LIF unterstützt wird. Es geht dabei um die Existenzsicherung dieser Institute, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten konnten.
Insgesamt sind rund 1.200 Kolleginnen und Kollegen betroffen, die in Österreich arbeiten und die im privatrechtlich organisierten Sektor arbeiten, aber durchaus im öffentlichem Interesse, außerhalb der weitestgehend staatlich finanzierten Universitäten. Unter wesentlich schlechteren Voraussetzungen werden in diesem Sektor Leistungen erbracht, die an Instituten der Universitäten oder der Akademie der Wissenschaften nicht oder nur zu sehr geringem Teil zustande kommen: Interdisziplinär und mit der Hand am Puls der Zeit werden nicht nur Forschungsergebnisse zur Verfügung gestellt, sondern darüber hinaus eine Vielzahl an Methoden und Instrumenten zur Umsetzung und praktischen Nutzung dieses Wissens eingesetzt.
Das 9-Punkte-Programm umfaßt unter anderem:
- Ausreichende Grundfinanzierung der privatwirtschaftlich organisierten Forschungseinrichtungen, die vor allem als nicht gewinnorientierte Vereine eingerichtet sind;
- Faire Wettbewerbsbedigungen zwischen öffentlich geförderten Einrichtungen wie etwa Universitäten oder den Instituten der Akademie der Wissenschaften durch Einführung der Vollkosten-Abrechnung; öffentliche Einrichtungen dürfen keinen Kostenvorteil dadurch erhalten halten, dass ihre Infrastruktur durch staatliche Subventionen abgedeckt sind;
- Förderung und Vorfinanzierung der Institute bei europäischen Projekten;
- Verbesserung der Nachwuchsförderung, etwa durch Vergabe von Doktoratsstipendien für Forschungstätigkeiten auch an außeruniversitären Instituten;
- Entwicklung von mehrjährigen Forschungsprogrammen, die sozialen Innovationen gewidmet sind.
Mit der Erfüllung dieser Forderungen wird auch gesichert, dass Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in sozial abgesicherten Arbeitsverhältnissen tätig werden können und jene Spitzenleistungen erbringen, die im internationalen Wettbewerb erforderlich sind.
Das LIF unterstützt diese Forderungen mit Nachdruck, umso mehr, als viele dieser Forderungen nicht nur für den sozialwissenschaftlichen Sektor gelten, sondern für neue Selbständige im allgemeinen.


