Die Grünen und die “Krone”: Wasser predigen, Wein trinken?
von Ronald J. Pohoryles am 31. August 2008 | Kein KommentarIm letzten News (Nr.35/2008) war es Alexander van der Bellen vergönnt, seine Überlegungen dazulegen. Vieles davon war durchaus klug; die Überschneidungen zwischen Vorstellungen der Grünen und der Liberalen sind ja bekannt.
Aber Unterschiede gibt es durchaus; teils auch gravierende. Hier ein Beispiel:
Van der Bellen beschwert sich über Faymanns gutes Verhältnis zur Kronenzeitung. Mit seinen eigenen Leuten ist er da aber nicht so streng. So durfte sein Kärntner Spitzenkandidat Köchl, ohne gerügt zu werden, jüngst ausgerechnet in der Kronenzeitung erklären: “Dass Rudi Vouk bei den Liberalen antritt, könnte uns helfen: Vor allem auch, weil wir uns aus der Ortstafelfrage etwas heraushalten. Die Leute haben doch andere Probleme”. (Kronenzeitung, 20.8.). Es ist schon verdammt schwer, als Grüner irgendwie an die Regierung zu kommen; da kann man sich ruhig ein wenig an den BZÖ-Chef und Kärntner Landeshauptmann anlehnen und dazu die Kronenzeitung zur Hilfe nehmen. Als Liberaler bin ich jedenfalls stolz darauf, dass Rudi Vouk für das LIF kandidiert und sich nicht nur um die “anderen Probleme”, sondern auch um die Durchsetzung rechtsstaatlicher Prinzipien und den Minderheitenschutz kümmert, auch wenn dies gerade in Kärnten nicht populär ist.













