In Europa unbemerkt, breitet sich der Antisemitismus in einigen neuen Mitgliedsstaaten und in Kroatien staatlich gefördert wieder aus.
Kroatien genehmigte nunmehr endgültig die Aufstellung eines Denkmals für den “Führer” (Poglavnik) Ante Pavelić des kroatischen Ustaschastaates , der von Hitler’s Gnaden von 1941 bis 1945 existierte. Ante Pavelić ließ einen planmäßigen Völkermord an Serben, Juden, orthodoxen Christen sowie kroatischen und muslimischen Systemgegnern (häufig Kommunisten) durchführen. Das größte kroatische Konzentrationslager befand sich in Jasenovac, wo nach Angaben des Simon-Wiesenthal-Zentrums 85.000, nach Angaben des United States Holocaust Memorial Museum insgesamt etwa 56.000 bis 97.000 Serben, Juden, Roma und kroatische Oppositionelle umgebracht wurden. Es gab mehrere Todestransporte von hier nach Auschwitz (Wikipedia).
Noch schlimmer aber geht es in Litauen zu. Hiezu eine Information des Vereins “Aktion gegen den Antisemitismus:
“Nachdem eine rechte Zeitung ( Lietuvos Aidas ) Anfang dieses Jahres eine diesbezügliche antisemitische Kampagne eröffnet hatte, begann die Staatsanwaltschaft in Litauen umgehend mit Ermittlungen gegen ehemalige jüdische PartisanInnen, die während des Zweiten Weltkriegs gegen die deutsche Besatzungsmacht gekämpft hatten.
Die Behauptung der Staatsanwaltschaft, dass „Hunderte Zeugen befragt wurden“, täuscht darüber hinweg, dass ausschließlich jüdische Namen in den Medien auftauchen, vor allem die von Yitzhak Arad, Fania Brantsovsky und Rachel Margolis. Sie werden in Zusammenhang mit PartisanInnenaktionen genannt, bei denen auch litauische ZivilistInnen umgekommen sind und für welche die Justizbehörden „Terroristen“ und „Mörder“ verantwortlich machen. Die Ermittlungen scheinen darauf ausgerichtet zu sein, die öffentliche Meinung in Litauen dahingehend zu beeinflussen, dass primär Jüdinnen und Juden für die litauischen Opfer von PartisanInnenaktionen verantwortlich seien. Auf diese Weise soll der antisowjetischen bzw. antirussischen Stimmung in Litauen eine antijüdische Stoßrichtung gegeben werden.
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