Für eine faire und effiziente Wissenschafts- und Forschungspolitik

Aufgrund meiner mehr als 20-jährigen Erfahrung als Institutsvorstand eines außeruniversitären Forschungszentrums und gelegentlicher Lehrtätigkeit an Universitäten muss ich feststellen, dass trotz hervorragender Einzelleistungen Österreich in der internationalen Forschungsszenerie nicht jenen Platz einnimmt, den es haben sollte.

Die Ausrede von dem natürlichen Wettbewerbsvorteil großer Staaten gilt nicht: In allen Univerversitätsrankings liegen die nordischen Staaten, die Niederlande, die Schweiz und Israel deutlich vor Österreich.

Eine grundlegende Reform ist ein liberales Grundanliegen:

Ist es effizient und fair,

  • dass Studierende in ihrem Studium zur Nebenerwerbstätigkeit gezwungen und dadurch in ihrem Fortkommen behindert sind?
  • dass Universitätsangehörige durch Überlastung wegen wachsender administrativer Pflichten und dem schlechten Verhältnis von Lehrenden und Studierenden in der Forschung behindert werden?
  • dass Fachhochschulen als Ausbildungsstätten zweiter Kategorie gelten und entsprechend behandelt werden?
  • dass Karriereförderung für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler kaum stattfindet?
  • dass private kommerzielle und nicht-kommerzielle Forschungseinrichtungen im internationalen Wettbewerb gegenüber öffentlichen Forschungseinrichtungen und Universitäten benachteiligt sind, weil sie ihre Infrastukturkosten Laborausstattung und Administrationskosten) nicht in die Preiskalkulation aufnehmen müssen?

Fair ist doch vielmehr,

  • dass Studierende neben der Grundsicherung auch ausreichende und günstig verzinste Studienkredite erhalten, die erst bei Aufnahme der Berufstätigkeit einkommensabhängig zurückgezahlt werden müssen.
  • dass ausreichend vorhandenes Personal und Verbesserung der Infrastruktur für mehr Forschung und Verbesserung der Lehre führt
  • dass Fachhochschulen den Universitäten gleich gestellt werden, um die deren Forschungsbedingungen zu verbessern und den Status der dort Lehrenden und Studierenden zu heben
  • dass die Karriereförderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler deutlich verbessert wird
  • dass öffentliche Forschungseinrichtungen und Universitäten bei Ausschreibungen zu Forschungsarbeiten die Infrastrukturkosten (Laborausstattung und Administrationskosten)mit einrechnen müssen.

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Eine Antwort auf Für eine faire und effiziente Wissenschafts- und Forschungspolitik

  1. Michael Schmidt sagt:

    Sehr interessante Gedanken zur Forschungspolitik!

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